LEADER 03664oam 2200481 c 450 001 9910972387203321 005 20260102090118.0 010 $a3-8382-6188-7 024 3 $a9783838261881 035 $a(CKB)4100000008340307 035 $a(MiAaPQ)EBC5782603 035 $a(ibidem)9783838261881 035 $a(EXLCZ)994100000008340307 100 $a20260102d2011 uy 0 101 0 $ager 135 $aurcnu|||||||| 181 $ctxt$2rdacontent 182 $cc$2rdamedia 183 $acr$2rdacarrier 200 10$aSadismus und Ästhetisierung $eFolter als kultureller und filmischer Exzess im Gegenwartskino /$fFlorian Plumeyer, Hans Jürgen Wulff, Irmbert Schenk 205 $a1st ed. 210 $aHannover$cibidem$d2011 215 $a1 online resource (221 pages) $cillustrations 225 0 $aFilm- und Medienwissenschaft$v19 330 $aDas brutale Spektakel der Folter, das Michel Foucault als "Fest der Martern" beschrieb, ist seit jeher eines der kontroversesten Sujets der Filmgeschichte, sei es als visuelle Erkundung des Körperinneren im Splatterfilm oder als Diskursivierung sadistischer und faschistischer Herrschaftsstrukturen in Pasolinis Salò. Einiges spricht jedoch dafür, dass sich ab etwa 2004 eine neue grausame Qualität der Folterinszenierung im amerikanischen Mainstreamkino etabliert hat, die häufig mit dem popkulturellen Label torture porn versehen wird. Im Kontext einer Wiederkehr der Folter ? man denke nur an die ebenfalls 2004 veröffentlichten Fotos aus dem US-Militärgefängnis Abu Ghraib ? scheint eine filmische Thematisierung gezielter körperlicher und seelischer Gewalt zunächst wenig verwunderlich. Umso frappierender ist jedoch der filmische Umgang des torture porn mit der ästhetisch kalkulierten Inszenierung der Folter, deren sich Filme wie Saw, Hostel oder The Passion of the Christ gleichermaßen ausschweifend wie obsessiv bedienen. Dem kulturellen Exzess der Folter scheint ein filmischer Exzess ästhetischer Mittel beiseite gestellt zu werden, der das grausame Fest überschreitender Gewaltsamkeit in einen transgressionswilligen Genuss überführt. Doch wenn der torture porn tatsächlich, wie vielfach von der Filmkritik nahegelegt wird, eine Schaulust am Leid anderer zu kultivieren versucht, in welchem Verhältnis stehen dann die Ästhetik der Filme und der dem kulturellen Exzess inhärente Sadismus im zeitgenössischen Kino?Vor dem philosophischen Hintergrund von Georges Batailles Schriften zur inneren Erfahrung der Überschreitung unterzieht Florian Plumeyer die Filme Saw (2004) und The Passion of the Christ (2004) als prominente Vertreter des neuen Folterfilms einer detaillierten Untersuchung, um den Zusammenhang zwischen der kulturellen Grenzüberschreitung der Folter und dem kinematografischen Exzess auf den Grund zu gehen. Der analytische Fokus liegt dabei einerseits auf dem kulturellen Exzess der Folter, die mit Jan Philipp Reemtsma als verschwenderische, autotelische Gewalt begriffen werden kann, andererseits auf dem medienspezifischen Moment der Verausgabung, das Kristin Thompson als kinematografischen Exzess beschrieben hat. 410 0$aFilm- und Medienwissenschaft ;$v19. 606 $aFilm 606 $aÄsthetik 606 $aFolter 615 4$aFilm 615 4$aÄsthetik 615 4$aFolter 676 $a791.436538 700 $aPlumeyer$b Florian$4aut$01659605 702 $aWulff$b Hans Jürgen$4edt 702 $aSchenk$b Irmbert$4edt 801 0$bMiAaPQ 801 1$bMiAaPQ 801 2$bMiAaPQ 906 $aBOOK 912 $a9910972387203321 996 $aSadismus und A?sthetisierung$94014342 997 $aUNINA