LEADER 11770nam 22005293 450 001 9910734391203321 005 20250901122334.0 010 $a3-7489-2254-X 035 $a(CKB)4100000011584697 035 $a(MiAaPQ)EBC6405653 035 $a(Au-PeEL)EBL6405653 035 $a(OCoLC)1224366010 035 $a(NjHacI)994100000011584697 035 $a(BIP)77901764 035 $a(EXLCZ)994100000011584697 100 $a20210901d2020 uy 0 101 0 $ager 135 $aurcnu|||||||| 181 $ctxt$2rdacontent 182 $cc$2rdamedia 183 $acr$2rdacarrier 200 14$aDas Irrtumsrisiko bei den Ausnahmen des völkerrechtlichen Gewaltverbotes 205 $a1st ed. 210 1$aBaden-Baden :$cNomos Verlagsgesellschaft,$d2020. 210 4$d©2020. 215 $a1 online resource (580 pages) 225 1 $aKo?lner Schriften zum Friedenssicherungsrecht ;$vv.13 311 08$a3-8487-7844-0 327 $aCover -- Einleitung -- TEIL 1 Grundlagen -- 1. Kapitel: Begriffe und Pra?missen -- I. Ausnahmen von Art. 2 (4) UNC -- 1. Anerkannte Ausnahmen: Art. 42 und 51 UNC -- a) Die Existenz materiell-rechtlicher Grenzen in Art. 39 UNC -- b) Negativer oder positiver Friedensbegriff -- c) Anforderungen an das Sto?rerverhalten -- 2. Antizipiertes Selbstverteidigungsrecht -- 3. (Unilaterale) humanita?re Intervention -- 4. Rettung von Staatsangeho?rigen -- II. Der Begriff des Irrtumsrisikos -- 1. Irrtum -- 2. Fehlverdacht -- 3. Fehlprognose -- 4. Terminologisches -- III. Herausbildung der relevanten Konstellationen -- 1. Faktoren bei unilateralen Gewaltanwendungen -- a) Vermeidbarkeit des Irrtums -- b) Hinreichende Wahrscheinlichkeit beim Fehlverdacht -- c) Mitzusta?ndigkeit des Opferstaates fu?r die Fehlvorstellung -- d) Die Fehlvorstellung u?ber innere Tatsachen - ein Sonderfall? -- e) Schlussfolgerung: Die zu untersuchenden Konstellationen -- 2. Faktoren bei Gewaltanwendungen im kollektiven Sicherheitssystem -- IV. Bedeutung und Tragweite der Fragestellung -- 1. Unilaterale Gewaltanwendungen -- a) Selbstverteidigungsrecht des Opferstaates -- b) Beteiligung von Drittstaaten -- c) Staatenverantwortlichkeit -- 2. Gewaltanwendungen im kollektiven Sicherheitssystem -- 2. Kapitel: Fehlvorstellungen in anderen Vo?lkerrechtsgebieten -- I. Fehlvorstellungen im ius in bello -- II. Fehlvorstellungen im Recht der Menschenrechte -- III. Fehlvorstellungen im Recht der Staatenverantwortlichkeit -- IV. Fehlvorstellungen im Umwelt- und Gesundheitsvo?lkerrecht -- V. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen -- 3. Kapitel: Eine methodische Besonderheit: Analogien zum Straf- und Polizeirecht -- I. Ausgangspunkt: Das Verha?ltnis des nationalen Rechts zum Vo?lkerrecht -- II. Die vergleichende Methode im Vo?lkerrecht -- 1. Beru?cksichtigung nationalen Rechts als allgemeinen Rechtsgrundsatz. 327 $a2. Beru?cksichtigung bei der Entstehung von Vo?lkergewohnheitsrecht -- 3. Beru?cksichtigung als normatives Auslegungskriterium der UNC -- 4. Die Analogie als eigene Rechtsquelle -- 4. Kapitel: Amts- und Notrechte im nationalen und im Friedenssicherungsrecht -- I. Grundlagen der Unterscheidung im nationalen Recht -- II. Relevanz fu?r Fehlvorstellungen -- III. Die kollektive Gewaltbefugnis als vo?lkerrechtliches Amtsrecht -- IV. Unilaterale Gewaltbefugnisse als vo?lkerrechtliche Notrechte -- 1. Das Selbstverteidigungsrecht, Art. 51 UNC -- a) Der Einwand der fehlenden gemeinsamen normativen Grundlage -- b) Der Einwand der Unvergleichbarkeit mit strafrechtlichen Erlaubnissa?tzen -- c) Der Einwand der Besonderheiten des ius contra bellum -- 2. Die humanita?re Intervention -- 3. Die Rettung eigener Staatsangeho?riger -- TEIL 2 Die grundsa?tzliche Beru?cksichtigungsfa?higkeit von Fehlvorstellungen bei unilateraler Gewalt -- 5. Kapitel: Der Meinungsstand in der Literatur -- I. Ex-post-Beurteilung -- II. Objektive ex-ante-Beurteilung -- III. Vollsta?ndig subjektive Beurteilung -- 6. Kapitel: Das Verha?ltnis von Charta- und Gewohnheitsrecht -- I. Die Relevanz des vor 1945 geltenden Gewohnheitsrechts -- II. Die Frage der Fortgeltung nach Inkrafttreten der Charta -- 1. Vorrang der Charta bei Unvereinbarkeit mit fru?herem Gewohnheitsrecht -- 2. Unvereinbarkeit der Charta mit fru?herem Gewohnheitsrecht -- a) Verdra?ngung anderer Erlaubnissa?tze als das Selbstverteidigungsrecht -- b) Fortbestand einiger Formen des individuellen Selbstverteidigungsrechts -- III. Die Vera?nderung der Rechtslage durch spa?tere Praxis -- 1. Einfluss der spa?teren Praxis auf das speziellere Chartarecht -- 2. Einfluss der spa?teren Praxis auf das chartakonkretisierende Gewohnheitsrecht -- 3. Gewichtungsregeln -- 7. Kapitel: Staatenpraxis -- I. Zur Auswahl und Bewertung der Staatenpraxis. 327 $aII. Staatenpraxis vor 1945 -- 1. Vorfa?lle auf See -- a) Der Marianna-Flora-Vorfall (1826) -- b) Der Dogger-Bank-Vorfall (1904) -- c) Die Durchsuchungen der Jessie, Thomas F. Bayard und Pescawha (1909) -- 2. Vorfa?lle an Land -- a) Der Waima-Vorfall (1893) -- b) Der Maziua-Vorfall (1914) -- c) Der Kling-Vorfall (1921) -- d) Der griechisch-bulgarische Grenzzwischenfall (1925) -- e) Der Mukden-Vorfall (1931) -- 3. Vo?lkerrechtliche Vertra?ge -- 4. Zwischenergebnis -- III. Staatenpraxis nach 1945 -- 1. Fehlvorstellungen bei umfangreichen Gewalteinsa?tzen -- a) Der Sechstagekrieg (1967) -- b) Der israelische Luftangriff auf den Osirak-Reaktor (1981) -- c) Der Irakkrieg (2003) -- d) Zwischenergebnis -- 2. Fehlvorstellungen bei geringfu?gigen Gewaltanwendungen -- a) Pra?missen fu?r den Auslegungswert geringfu?giger Gewaltanwendungen -- aa) Geringfu?gige Gewaltanwendungen und Art. 2 (4) UNC -- (1) Entha?lt Art. 2 (4) UNC eine allgemeine Erheblichkeitsschwelle? -- (2) Abgrenzung von Gewalt und Polizeimaßnahmen -- (3) Zwischenergebnis -- bb) Geringfu?gige Gewaltanwendungen und Art. 51 UNC -- b) Putativangriffe von Flugzeugen -- aa) Abschuss von Cathay Pacific VR-HEU durch China (1954) -- bb) Abschuss von El Al Flight 402 durch Bulgarien (1955) -- cc) Abschuss von Libyan Arab Airlines Flight 114 durch Israel (1973) -- dd) Abschuss von Korean Air Lines Flight 902 durch die Sowjetunion (1978) -- ee) Abschuss von Korean Air Lines Flight 007 durch die Sowjetunion (1983) -- ff) Abschuss von Iran Air Flight 655 durch die USA (1988) -- gg) Abschuss von Malaysia Airlines Flight 17 u?ber der Ukraine (2014) -- hh) Abschuss von Ukraine International Airline Flight 752 durch den Iran (2020) -- c) Putativangriffe von Schiffen -- aa) Der Golf-von-Tonkin-Vorfall (1964) -- bb) Der Angriff auf die USS Liberty (1967) -- cc) Der Angriff auf die USS Stark (1987). 327 $add) Maritime Interception Operations -- d) Gewaltanwendungen in der US-Iran-Krise 2019 -- e) Zwischenergebnis -- 3. Fehlvorstellungen bei der Abwehr von Terrorismus -- a) Der Angriff auf die sudanesische Pharmafabrik Al-Schifa (1998) -- b) Weitere Fa?lle vermuteter Verantwortlichkeit fu?r ein Attentat -- c) Das Abfangen eines libyschen Flugzeugs mit syrischen Offiziellen (1986) -- d) Zwischenergebnis -- 4. Fehlvorstellungen bei Cyberangriffen -- 5. Abstrakte A?ußerungen zu antizipierter Selbstverteidigung nach 9/11 -- a) Nationale Sicherheitsstrategien -- b) Ju?ngere Stellungnahmen der USA, Großbritanniens und Australiens -- 6. Fehlvorstellungen bei der Rettung von Staatsangeho?rigen -- a) Der Mayaguez-Vorfall (1975) -- b) Die Operation Entebbe (1976) -- c) Zwischenergebnis -- 7. Fehlvorstellungen bei der humanita?ren Intervention -- 8. Ergebnis zur Staatenpraxis -- 8. Kapitel: Fehlvorstellungen bei strafrechtlichen Notrechten -- I. Die einzelnen Rechtsordnungen im Vergleich -- 1. Deutschland -- 2. Frankreich -- 3. USA -- 4. Vereinigtes Ko?nigreich -- 5. China -- 6. Russland -- 7. Vo?lkerstrafrecht -- 8. Zwischenergebnis -- II. Schlussfolgerungen fu?r die Fragestellung -- 9. Kapitel: Lo?sungsansa?tze nach textorientierter Auslegung unter Beru?cksichtigung der IGH-Rechtsprechung und vorheriger Erkenntnisse -- I. Volle Rechtfertigungslo?sung -- 1. Selbstverteidigung, Art. 51 UNC -- a) Wortlaut -- b) Systematik -- c) Telos -- d) Genetik -- e) IGH-Rechtsprechung -- f) Zwischenergebnis -- 2. Rettung von Staatsangeho?rigen -- 3. Humanita?re Intervention -- II. Entschuldigungslo?sung -- 1. Bedeutung -- 2. Wortlaut, Systematik und Telos -- III. Eingeschra?nkte Rechtfertigungslo?sung -- 1. Animus aggressionis beim Aggressionsverbot -- 2. Handlungsunrecht beim bewaffneten Angriff -- 3. Das subjektive Element bezu?glich des "Tatbestands" des Gewaltverbots. 327 $aa) Das Gewaltverbot als Verhaltensnorm: Auslegung und Konsequenz -- b) Weitere Indizien fu?r ein Handlungsunrechtserfordernis -- c) Art des verlangten Handlungsunrechts: Vorsatz oder Sorgfaltswidrigkeit? -- 4. Das subjektive Element bezu?glich des Fehlens rechtfertigender Umsta?nde -- 5. Der Sonderfall des hinreichend wahrscheinlichen Fehlverdachts -- IV. Clean-Hands-Lo?sung -- 1. Geltung des Clean-Hands-Prinzips -- 2. Inhalt und Anwendung des Clean-Hands-Prinzips auf Fehlvorstellungen -- V. Gesamtauslegungsergebnis -- TEIL 3 Die na?here Ausgestaltung der Beru?cksichtigung von Fehlvorstellungen bei unilateraler Gewalt -- 10. Kapitel: Anforderungen an sorgfaltsgema?ßes Handeln -- I. Sorgfa?ltige Ermittlung der Indizien -- 1. Die Pflicht zur Sachverhaltsaufkla?rung -- 2. Auswahl und Arten beru?cksichtigungsfa?higer Indizien -- II. Sorgfa?ltige Indizienwu?rdigung -- 1. Grundlagen -- 2. Die Rationalita?t der staatlichen U?berzeugungsbildung als Mindestanforderung -- 3. Abgrenzung von Erfahrungssa?tzen und Vorurteilen -- III. U?berschreitung der hinreichenden Wahrscheinlichkeitsschwelle -- IV. Reichweite der Subjektivierung bei Indizienermittlung und -wu?rdigung -- 11. Kapitel: Die Kontrolle der staatlichen Entscheidung -- I. Beweis der Indizien -- 1. Beweislast -- 2. Beweismaß -- II. Nachpru?fung der Indizienwu?rdigung -- III. Pflicht zur Offenlegung der Indizien und Geheimhaltungsinteressen -- 12. Kapitel: Relevanter Personenkreis -- I. Grundlagen zur Wissens- und Verschuldenszurechnung -- II. Die Relevanz des Entscheidungstra?gers und weiterer Staatsorgane -- III. Abgrenzung zwischen Entscheidungstra?gern und anderen Organen -- IV. Entscheidungen durch staatliche Kollektivorgane -- V. Zwischenergebnis: Pra?zisierungen zum unilateralen Irrtumsrisiko -- TEIL 4 Fehlvorstellungen im kollektiven Sicherheitssystem -- 13. Kapitel: Der Meinungsstand in der Literatur. 327 $a14. Kapitel: Praxis der Staaten und UN-Organe. 330 $aDas Buch unternimmt den Versuch, ein in sich stimmiges System der Verteilung von Irrtumsrisiken im geltenden ius contra bellum zu entwerfen. Anhand einer systematischen Analyse der volkerrechtlichen Rechtsquellen wird untersucht, wie sich Fehlvorstellungen von Staaten uber die tatsachlichen Voraussetzungen friedenssicherungsrechtlicher Erlaubnissatze zum Einsatz von Gewalt auf die Charta-Konformitat ihres Handelns auswirken. Betrachtet werden insbesondere Irrtumer bei Selbstverteidigung und bei Massnahmen des UN-Sicherheitsrates. Dabei werden auch rechtsvergleichende Erkenntnisse aus dem nationalen Straf- und Gefahrenabwehrrecht fruchtbar gemacht. Das Buch richtet sich besonders an volkerrechtlich und rechtsvergleichend interessierte Leser. 410 0$aKo?lner Schriften zum Friedenssicherungsrecht 606 $aLegal composition 615 0$aLegal composition. 676 $a808.06634 700 $aFischer$b Paula$01371948 801 0$bMiAaPQ 801 1$bMiAaPQ 801 2$bMiAaPQ 906 $aBOOK 912 $a9910734391203321 996 $aDas Irrtumsrisiko bei den Ausnahmen des vo?lkerrechtlichen Gewaltverbotes$93401764 997 $aUNINA