LEADER 04937nam 2200349 450 001 9910724380403321 005 20230701105121.0 035 $a(CKB)5470000002601485 035 $a(NjHacI)995470000002601485 035 $a(EXLCZ)995470000002601485 100 $a20230701d2012 uy 0 101 0 $ager 135 $aur||||||||||| 181 $ctxt$2rdacontent 182 $cc$2rdamedia 183 $acr$2rdacarrier 200 10$aDo?rfer und Deputierte $edie Wahlen zu den konstituierenden Parlamenten von 1848 in Niedero?sterreich und im Pariser Umland (Seine-et-Oise) /$fThomas Stockinger 210 1$aWien :$cBo?hlau,$d2012. 215 $a1 online resource (vii, 930 pages) $cillustrations 225 1 $aMitteilungen des Instituts fu?r O?sterreichische Geschichtsforschung ;$v57 330 $aDie Untersuchung befasst sich mit den Wahlen zum konstituierenden Reichstag in O?sterreich im Juni 1848 im Vergleich mit jenen zur konstituierenden Nationalversammlung in Frankreich im April 1848, und zwar unter dem Blickwinkel der Verbreitung neuer - vor allem elektoraler und repra?sentativer - PolitikvorO?stellungen im la?ndlichen Raum. Dem Ansatz liegen Begrifflichkeiten der in Frankreich seit la?ngerem gefu?hrten Debatte um die "Politisierung" der Landbevo?lkerung zugrunde. Die ra?umliche Beschra?nkung auf das Land Niedero?sterreich (ohne Wien) sowie das Umland von Paris, das ehemalige De?partement Seine-et-Oise, ermo?glicht eine quellennahe Darstellung. Es handelt sich um eine inhaltlich und formal u?berarbeitete Fassung einer im September 2010 approbierten Dissertation; zusa?tzliche Archivforschungen in Frankreich im Januar/Februar 2011 haben eine Vervollsta?ndigung der Quellenbasis erlaubt. Nach der Darlegung theoretisch-methodischer Positionen zur Anwendung des international vergleichenden Ansatzes folgt eine kurze Wiedergabe der Debatten um die "Politisierung" einschliesslich neuerer Kritiken an diesem Konzept (Kapitel 2). Als Ergebnis wird der Ansatz formuliert, nicht von einer "Politisierung" gegenu?ber einem "apolitischen" Ausgangszustand der la?ndlichen Bevo?lkerungen auszugehen, sondern von einem komplexen Bu?ndel differenziert zu analysierender Wandlungen la?ndlicher Politik. In einem ersten Teil erfolgt eine komparative Darstellung der demographischen, wirtschaftlichen und sozialen Verha?ltnisse der beiden Untersuchungsra?ume (Kapitel 3), weiters der kulturellen und mentalen Voraussetzungen der Bevo?lkerungen hinsichtlich Mobilita?t, Alphabetisierung, religio?sen Verhaltens sowie der Erfahrungen mit politischer Partizipation (Kapitel 4). Eine knappe Darstellung der Revolutionen von 1848 in beiden Gebieten fokussiert ihre Erscheinungsformen im la?ndlichen Raum (Kapitel 5). Ausfu?hrlich verglichen werden die Rechtsgrundlagen der beiden Wahlen, Vorga?nge der administrativen Vorbereitung sowie der Wahlwerbung (Kapitel 6). In ihnen werden Modelle elektoraler Politik gesehen, welche von neuen und alten politischen Eliten in beiden Staaten angesichts der revolutiona?ren Situation entworfen und mit den ihnen verfu?gbaren Kommunikations- und Machtmitteln an die Bevo?lkerungen herangetragen wurden. Der Wahlvorgang wird zuna?chst in seiner prozeduralen Dimension geschildert, bevor eine Analyse der Wahlentscheidungen versucht wird (Kapitel 7). Auf diesem Wege wird gezeigt, dass unterschiedliche Vorstellungen zu Sinn und Funktionsweise von Wahlen konkurrierten und sich vermischten. Dies betrifft Divergenzen zwischen den in Kapitel 6 analysierten Modellen der Eliten, aber auch deren Aufeinandertreffen mit in der breiteren Bevo?lkerung pra?senten Vorstellungen. Dies ist in Niedero?sterreich gut zu beobachten, dessen la?ndliche Wa?hler das Wahlmodell ausgehend von a?lteren Praktiken der Interessenartikulation, die auf sta?ndischer Gliederung der Gesellschaft beruhten, teils verO?weigerten, teils umfunktionierten; in Seine-et-Oise sind Verhaltensweisen, die fu?r abweichende VorO?stellungen von Repra?sentation und Wahlen sprechen, in marginalem Ausmass neben einer weitgehenden Akzeptanz des von den Eliten vorgegebenen Modells zu finden. Obwohl die Unterschiede zwischen den beiden Fa?llen betra?chtlich sind und beide vom heute etablierten Idealbild demokratischer Wahlen erheblich abweichen, lassen sie sich in die Geschichte vielfa?ltiger Vera?nderungen einordnen, in deren Verlauf a?ltere Vorstellungen vom Wa?hlen im Besonderen, von Politik im Allgemeinen allma?hlich durch Elemente heute bekannter Modelle verdra?ngt wurden. 410 0$aMitteilungen des Instituts fu?r O?sterreichische Geschichtsforschung.$pErga?nzungsband ;$v57. 606 $aElections 615 0$aElections. 676 $a324.6 700 $aStockinger$b Thomas$0802001 801 0$bNjHacI 801 1$bNjHacl 906 $aBOOK 912 $a9910724380403321 996 $aDörfer und Deputierte$91803397 997 $aUNINA