1.

Record Nr.

UNISA996708279003316

Autore

Sitte Maria <p>Maria Sitte, Hamburger Kunsthalle, Deutschland </p>

Titolo

Bilder als Zeugen : Zur Ästhetik investigativer Strategien bei Forensic Architecture und in der zeitgenössischen Kunst / Maria Sitte

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2025

ISBN

3-8394-7600-3

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (0 pages)

Collana

Image

Soggetti

Film

Visuelle Kultur

Visual Culture

Contemporary Art

Zeitgenössische Kunst

Media Art

Medienkunst

Research

Investigation

Recherche

Artistic Research

Künstlerische Forschung

Media Theory

Medientheorie

Art

Lawrence Abu Hamdan

Society

Law

Mario Pfeifer

Political Art

Susan Schuppli

Art History of the 21st Century

Forensic Architecture

Fine Arts

Kunst

Gesellschaft

Recht

Politische Kunst

Kunstgeschichte des 21. Jahrhunderts

Kunstwissenschaft



Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Cover -- Inhalt -- Einleitung -- Zentrale Fragestellungen und These -- Methoden -- Vorgehensweise -- Aktueller Forschungsstand zu Forensic Architecture -- I Investigation als Konstrukt und Praxis des Bezeugens: Begriffsauslegung und Spannungsfelder -- 1.1Annäherung an eine Definition des Investigativen aus journalistischer Perspektive -- 1.2Programmatiken investigativer (Kunst‑)Praktiken -- 1.2.1Edward A. Shanken und die Fremdzuschreibung als »Investigatory Art« -- 1.2.2Forensic Architecture und das Konzept der »Investigative Aesthetics« -- 1.3Traditionslinien und (kunst‑)historische Verwandtschaften -- 1.4Problematiken sinnstiftender Investigation -- 1.4.1Figuren und Effekte visueller Glaubwürdigkeit -- 1.4.2»Rahmen« der Sichtbarkeit -- 1.4.3Antagonistische Bilder -- 1.5Zwischenfazit: Vom Mythos des Enthüllens und der Schwierigkeit unterschiedlicher Bedeutungsfacetten -- II Investigative Strategien zwischen wissenschaftlichen Vermittlungsformen und ästhetisierenden Visualisierungsstrategien bei Forensic Architecture -- 2.1Inszenierungen wissenschaftlicher Vermittlungsformen - »The Murder of Pavlos Fyssas« (2018) -- 2.1.1Das Präsentieren der Präsentation: Der Hintergrund als ästhetische Konstante -- 2.1.2Das Prinzip komparativer Bildtableaus -- 2.1.3Zur Sinnstiftung sprachlichen Vortragens -- 2.1.4Performanz von Expert:innen -- 2.1.5Über den Eindruck lückenloser Verbrechensaufklärung -- 2.2Forensische Effekte als Beglaubigungsstrategien - »The Murder of Halit Yozgat« (2017) -- 2.2.1Zur Rhetorik forensischer Indexikalität -- 2.2.2Experimente und ihre Autorität suggerierende Diagrammatik -- 2.2.2.1Zeitliches Diagnoseverfahren: Weg‐Zeit‐Diagramme -- 2.2.2.2Ballistische Untersuchungen und infografische Schaubilder -- 2.2.3Exkurs: In Augenschein nehmen. Die Betrachter:innen am Tatort -- 2.2.4»Counter Forensics« als glaubwürdige Überzeugungskunst.

2.3Ästhetisierende Visualisierungsstrategien - »The Killing of Zineb Redouane« (2020) -- 2.3.1Vom emotionalisierenden Modus der Augenzeug:innenvideos -- 2.3.2Narrativer Höhepunkt: Zum suggestiven Einsatz der Schwarzblende -- 2.3.3Verbrechen und ihre Gesichter: Identifizierungs- und Erinnerungsbilder -- 2.3.4Zwischenfazit -- 2.4Investigative Rezeption zwischen informativer Aufklärung und emotionaler Betroffenheit -- 2.4.1Investigative Strategien im Dienst epistemischer und moralischer Überzeugung -- 2.4.2Von der Problematik der strikten Deutungshoheit -- 2.4.3Die Werke als moralische Anklage und ihre tribunale Dimension -- 2.4.4Mitwissende zweiter Ordnung: Das Publikum -- III Von der (Un‑)Einlösbarkeit des Forum‐Gedankens im Ausstellungskontext und der ambivalenten Rolle des (Kunst‑)Publikums -- 3.1Der Forum‐Begriff mit dem Anspruch partizipativer Teilhabe -- 3.2Zum Verständnis visueller Sinnstiftung -- 3.3Überzeugungsimperativ der ästhetischen Erfahrung -- 3.3.1Inszenierte Diskursivierung - »Enter the Void« (2020) -- 3.3.2Vom Mythos totaler Transparenz - »Investigative Commons« (2021) -- 3.3.3Mystifizierung verdeckter Ermittlungen - »Laura Poitras. Circles« (2021) -- 3.4Die entmündigten Betrachter:innen im Ausstellungskontext -- 3.5Foren und ihr produktives Potenzial -- 3.6Zwischenfazit -- IV  Strategien des Investigativen im zeitgenössischen Kunstkontext in Abgrenzung zu Forensic Architecture -- 4.1Fiktionalisierung forensischer Rekonstruktionen bei Lawrence Abu



Hamdan -- 4.2Investigative Gegenstrategien bei Mario Pfeifer -- 4.3Experimentelle Umweltforensik bei Susan Schuppli -- 4.4Das Einlösen einer »Investigativen Ästhetik« -- 4.5Divergente Begriffe des Investigativen: Autoritäre versus selbstreflexive Rezeptionsvorgaben -- V Diskussion um die Potenziale und Dilemmata des investigativen Topos.

5.1Eine Kritik mit Einschränkung: »Oppositionell in der Sache, aber konformistisch im Stil« -- 5.2Idealisierung investigativer Kunst als Krisenlöser -- 5.3Zur Einordnung einer »Investigativen Ästhetik« -- 5.4Weitere Tendenz: Dekonstruktion investigativer Rekonstruktion -- VI Konklusion -- Zusammenfassung aller Untersuchungsergebnisse -- Ausblick -- Interview mit Sarah Nankivell -- Dank -- Literaturverzeichnis -- Vorträge -- Abbildungen -- Abbildungsnachweis.

Sommario/riassunto

In der Kunst lässt sich gegenwärtig eine Tendenz zu investigativen Recherchemethoden beobachten, um staatliche Verbrechen, Korruption und Machtmissbrauch zu rekonstruieren. Dies hat weitreichende Folgen für die Bildsprache: Mit dem aufklärenden Anspruch werden häufig visuelle Effekte der Nachvollziehbarkeit und Glaubwürdigkeit aufgerufen. Maria Sitte erläutert am Beispiel ausgewählter Filme des Kollektivs Forensic Architecture, welchen beglaubigenden Prinzipien ihre Bildästhetik verpflichtet ist. Die Untersuchung zeigt die Vielfalt verifizierender Darstellungsweisen ebenso wie problematische Bildpolitiken auf. Durch die Kontextualisierung mit Werken von Lawrence Abu Hamdan, Mario Pfeifer und Susan Schuppli werden divergente Konzepte investigativ engagierter Kunst erkennbar.