1.

Record Nr.

UNISA996565572103316

Autore

Grütter Oliver

Titolo

Krankheit und lyrische Selbstsorge : Dichtung, Medizin und Theologie in der Frühen Neuzeit (1490-1720) / / Oliver Grütter

Pubbl/distr/stampa

Berlin ; ; Boston : , : De Gruyter, , [2023]

2024

ISBN

3-11-121297-1

Descrizione fisica

1 online resource (VIII, 194 p.)

Collana

Frühe Neuzeit : Studien und Dokumente zur deutschen Literatur und Kultur im europäischen Kontext , , 0934-5531 ; ; 253

Soggetti

LITERARY CRITICISM / Poetry

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Frontmatter -- Vorwort -- Inhaltsverzeichnis -- 1 Einleitung -- 2 Paradigmatische Krankheiten -- 3 Religiöse Sinngebung -- 4 Schlaglichter: Das siebzehnte Jahrhundert -- 5 Schluss -- Bibliographie -- Anhang -- Personenregister

Sommario/riassunto

Das Buch widmet sich der Frage, weshalb Krankheitserfahrungen in der frühneuzeitlichen Lyrik zwischen 1490 und 1720 eine beispiellose Prominenz entfalten. Die Basis der Untersuchung bilden Texte bekannter und weniger bekannter deutscher (Spät-)Humanisten (u. a. Konrad Celtis, Paul Schede Melissus, Johann Christian Günther), die in ihren medizinhistorischen, theologischen und / oder frömmigkeitsgeschichtlichen Kontexten verortet werden (Syphilis- und Fieberkunde, Medizinaltheologie und Sterbekunst). Was diese Texte verbindet, so die leitende These der Studie, ist ihre konzeptuelle Nähe zum Paradigma der Selbstsorge (cura sui, epimeleia heautou), wie es zunächst von Pierre Hadot, später von Michel Foucault für die antike Popularphilosophie beschrieben wurde. Die Examination des Körpers, die theologisch informierte Reflexion über den pathologischen Zustand, aber auch die Bereitung zum Sterben beschreiben einige der Praktiken, für die die Krankheitslyrik ein ästhetisches Gefäß im Dienst der Selbstsorge bereitstellt. Mit der vorliegenden Studie wird der frühneuzeitliche Typus des Krankheitsgedichts erstmals im Zusammenhang dargestellt und für Forscher/-innen aus den Bereichen



Literaturwissenschaft, Medizingeschichte und Theologie zugänglich gemacht.

In early modern poetry, experiences of illness develop a historically unique presence: fever, gout, and syphilis define the manifold ailments that take shape in verse. In dialogue with the theology and the history of medicine, this book inquires into the reasons behind this interest and writes a history of human frailty on the basis of - for the most part - hitherto unanalyzed material.