1.

Record Nr.

UNISA996556962703316

Autore

Kuhn-Treichel Thomas

Titolo

Metaleptische Bilder des Erzählens : Von der Antike Bis Zur Gegenwart

Pubbl/distr/stampa

Berlin/Boston : , : Walter de Gruyter GmbH, , 2023

©2023

ISBN

3-11-131768-4

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (258 pages)

Collana

Narratologia Series ; ; v.89

Soggetti

LITERARY CRITICISM / Semiotics & Theory

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Sommario/riassunto

Von der Antike bis in die Gegenwart wird erzählerisches Handeln immer wieder durch bildhafte Ausdrücke veranschaulicht, die den Erzähler in logikwidrigem Kontakt mit der erzählten Welt darstellen und sich damit narratologisch als Metalepsen beschreiben lassen. Dieses Buch behandelt zwei sachlich entgegengesetzte, aber dennoch verwandte metaleptische Bilder des Erzählens: Im einen erscheint der Erzähler als anwesender Beobachter ("wir finden unseren Helden in x"), im anderen als unmittelbarer Urheber der Handlung ("wir haben unseren Helden nach x gebracht"). Beide Bilder werden anhand aussagekräftiger Beispiele von den Anfängen in der frühgriechischen Dichtung über Verwendungen in Mittelalter und Früher Neuzeit bis zu Weiterentwicklungen im modernen Roman verfolgt. Besonderes Augenmerk gilt dabei den impliziten Konzepten des Erzählens, die in den jeweiligen Verwendungen greifbar werden. Tatsächlich zeigen sich hinter den formalen Konstanten teils tiefgreifende Unterschiede, die einen Einblick in epochenspezifische Erzählverständnisse ermöglichen. Damit leistet das Buch nicht nur einen Beitrag zu einer Geschichte abendländischen Erzählens, sondern führt exemplarisch den Nutzen der Diachronen Narratologie vor Augen.

What is narration? This book sheds light on two figurative responses that, in narratology, can be qualified as metalepses (the overlapping of narrative layers): narration as present observing and narration as the



immediate production of action. This book pursues both ideas from antiquity to the present, with some far-reaching differences coming to light behind the formal constants.