1.

Record Nr.

UNINA9911047871203321

Autore

Köthe Sebastian <p>Sebastian Köthe, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz </p>

Titolo

Guantánamo bezeugen / Sebastian Köthe

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2023

ISBN

9783839466810

3839466814

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (499 pages)

Collana

Wissen der Künste

Soggetti

Guantánamo Bay

Folter

Torture

Imprisonment

Gefangenschaft

Liability

Haft

Resistance

Widerstand

Suicide

Suizid

Isolation

Hunger Strike

Hungerstreik

Art

Kunst

Torture Culture

Folter-Kultur

Prison Camp

Gefangenenlager

Gefängnis

Prison

Violence

Gewalt

Film

Aesthetics

Ästhetik

Cultural Theory

Kulturtheorie



Body

Körper

Cultural Studies

Kulturwissenschaft

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Cover -- Inhalt -- Prolog -- Zugangswege -- 1.  Guantanamo Bay, Folter, Zeugenschaft und Ästhetik -- 1.1  Longue duree und Folterdispositiv Guantanamo Bay -- 1.1.1  Kolonialgeschichte -- 1.1.2  Flüchtlingslager -- 1.1.3  Gefangenenlager -- 1.1.4  Memoranden -- 1.1.5  Vor Gericht -- 1.1.6  Lagerdispositiv -- 1.1.7  Guantanamo nach Bush -- 1.2  Macht, Widerstand und Folter -- 1.2.1  Demokratie und Folter -- 1.2.2  Reparative Lektüre und Widerstandstheorie -- 1.2.3  Ausgestellte Folter -- 1.2.4  »Saubere« Folter -- 1.3  Zeugenschaft -- 1.3.1  Überlebenszeugen -- 1.3.2  Materialität und Medialität der Zeugnisse -- 1.3.3  Bezeugen überleben -- 1.3.4  Versehrte Zeugen -- 1.3.5  Propositionales und existenziales Zeugnis -- 1.3.6  Singularität, Hybridität, Relationalität -- 1.3.7  Vorstellungskraft, Zeug*innenkette -- 1.4  Folterkultur und Film -- 1.4.1  Folterkultur -- 1.4.2  Filme über Guantanamo -- 1.4.3  Aufteilung des Sinnlichen -- 1.4.4  Close Reading -- Erster Hauptteil: Überleben -- 2.  Isolation und Entzeitlichung -- 2.1  Zeit und Raum -- 2.1.1  Geschichte und Philosophie der Isolation -- 2.1.2  Sensorische Deprivation -- 2.1.3  In der Zelle -- 2.1.4  Ohne Schlaf -- 2.1.5  Stillgestellt -- 2.1.6  Realitätszersetzung, Derhythmisierung -- 2.1.7  Sozialer Tod -- 2.1.8  Unbegrenzte Gefangenschaft -- 2.1.9  Entfugte Zeitgenossenschaft -- 2.2  Widerstand: Verzeitlichung und Vergemeinschaftung -- 2.2.1  Zeit zählen -- 2.2.2  Tiere, Teufel, Freunde: Die scala naturae Guantanamos -- 2.2.3  Gefangenengemeinschaft -- 2.3  5 Jahre Leben: Entgemeinschaftung und filmische Situierung -- 2.3.1  Erinnerung und Widmung -- 2.3.2  Fliege und Leguan -- 2.3.3  Entgemeinschaftung -- 2.3.4  Filmische Situierung -- 2.4  Martyrs: Die Zeit des Opfers -- 2.4.1  Handlung, Genre, historische Diagnostik -- 2.4.2  Intertext und Fiktion: Zeitschichten der Folter.

2.4.3  Folter als Test, Dekonstruktion, Martyrium, Ekstase -- 2.4.4  »I've seen through this hell in your eyes« -- 3.  Sichtbarmachung -- 3.1  Sichtbarkeit im Folterdispotiv -- 3.1.1  Gewaltsame Sichtbarmachung -- 3.1.2  Enteignung der Wahrnehmung -- 3.1.3  Blicke, Träume, Fantasien, Aneignungen -- 3.1.4  Legitimationsstrategien der Sichtbarmachung -- 3.2  You Don't Like the Truth: Überwachungsbilder und ihre Aneignung -- 3.2.1  Der Fall Omar Khadr -- 3.2.2  Aneignung, Lesbarmachung, Enteignung -- Zweiter Hauptteil: Sterben -- 4.  Wasserfolter -- 4.1.  »Waterboarding« -- 4.1.1  Technisierung, Geheimnis, physiologische Reduktion -- 4.1.2  Aisthesis der Wasserfolter -- 4.1.3  Kältestrahlen und Schmerzsterne: Abu Zubaydahs Zeichnungen -- 4.1.4  Zerstörung, Zensur, Aufarbeitung -- 4.2  Reenacting »Waterboarding« -- 4.2.1  Epistemologie, Wettbewerb, Männlichkeit -- 4.2.2  Situierung, Übersetzung, Staatsgeheimnis, Milieu -- 4.2.3  »They knew exactly how it was done« -- 5.  Hungerstreik und Zwangsernährung -- 5.1  Der erste Hungerstreik 2002 -- 5.2  Aisthesis



des Essens und Hungerns -- 5.3  Der Hungerstreik 2005-2006 -- 5.4  Zwangsernährung -- 5.5  Schreiben und Zeichnen -- 5.6  Der Hungerstreik 2013 -- 5.7  Sichtbarwerden und Verschwinden: Abu Wa'el Dhiab -- 5.8  Medikalisierte Gewalt -- 5.9  Yasiin Bey force fed: Abbruch und Differenz -- 5.10  »… to breathe life into my sense of justice« -- 6.  Suizide und Suizidversuche -- 6.1  In Gefangenschaft verstorben -- 6.2  Militärische Epistemologie des Suizids -- 6.3  Lebendigkeit als Folter -- 6.4  Bild, Brief, Leichnam -- 6.5  Death of a Prisoner: Szenen einer Beerdigung -- 6.6  »… the life within us« -- 7.  Überlebenskünste -- 7.1  Einkerbungen und Gesang -- 7.2  Kunst aus Guantanamo -- 7.3  Überleben, Sterben, Andenken: Khalid Qasim -- Epilog -- 8.  Quellenverzeichnis.

8.1  Artikel, Monografien und Untersuchungsberichte -- 8.2  Zeitungsartikel -- 8.3  Dokumente -- 8.4  Filme -- 8.5  Social Media, Websites, Videos, Zoomtalks und Podcasts -- Editorische Hinweise -- Veröffentlichungen -- Internetlinks -- Dank -- Zur Coverabbildung.

Sommario/riassunto

Mindestens 780 Menschen wurden seit dem 11. Januar 2002 in das extraterritoriale Gefangenenlager Guantánamo Bay entführt. Sebastian Köthe erzählt die Geschichte von Widerstand und Folter im Lager anhand der Zeugnisse der Gefangenen. Er analysiert Knotenpunkte wie Isolation und Beziehungsstiftung, Hungerstreik und Zwangsernährung, Gefangenschaft und Suizid. Dies führt zur Diagnose einer Folterkultur, an der Politik und Künste teilhaben. Folter wird einerseits ausgestellt, um ganze Bevölkerungsgruppen zu bedrohen und die Exekutive zu ermächtigen, und andererseits verheimlicht und verharmlost, um Täter*innen zu schützen. Am Beispiel von Spiel- und Dokumentarfilmen sucht dieser Band nach den Konturen einer Antifolterkultur, die auf die Zeugnisse der Überlebenden antworten könnte.