1.

Record Nr.

UNINA9911047867903321

Autore

Pollich Julia Maria <p>Julia Maria Pollich, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland </p>

Titolo

Mensch ohne Gott, vergöttlichter Mensch : Nietzsches Denken in philosophischer Reflexion und narrativer Praxis des 20. Jahrhunderts: Pirandello, Unamuno, Bataille und Sollers / Julia Maria Pollich

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2020

ISBN

9783839449691

3839449693

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (472 p.)

Collana

Lettre

Disciplina

821.7

Soggetti

Metaphysics

Metaphysik

Mystik

mysticism

Postmoderne

postmodernism

Poststrukturalismus

poststructuralism

Präfaschismus

proto-fascism

Friedrich Nietzsche

Übermensch

Fin de Siècle

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Frontmatter    1 Inhalt    5 1. Historischer Kontext, Werkausgaben, Übersetzungen und Einordnung des Projekts    9 2.1 Nietzsches Verabschiedung der abendländischen Metaphysik    29 2.2 Nietzsches Beschwörung eines mythisch-vorsokratischen Zeitalters und die Rückkehr in die Metaphysik    85 2.3 Nietzsches Ausdrucksformen und seine Bedeutung für Strukturalismus und Poststrukturalismus    154 3.1 Die Bewusstwerdung: Vitangelo Moscardas Körper und die Entdeckung



der doppelten/unendlichen Wahrheit    187 3.2 Logik, Gesellschaft, Form und Leiden    198 3.3 Die Auflehnung gegen die ›Form‹ und ihre Zerstörung    208 3.4 Vitangelo Moscarda als tragikomischer Held    215 3.5 Lösung von der Form und dionysisches Verschmelzen mit der Natur    217 3.6 ›Humoristisches‹ Schreiben und die Zersetzung des Romans: Illusionsbrechung und Sprachskepsis zwischen Fiktion und Wirklichkeit    221 4.1 Der Mensch als ›krankes Tier‹ und die implizite Vernunftkritik    227 4.2 Augusto Pérez im Zustand des ›Nebelhaften‹: Sinnleere, Fatalismus und Leiden    239 4.3 Augusto als agonista/luchador: Versuche der Sinngebung in der Liebe    244 4.4 Das Element des Tragikomischen    252 4.5 Die ›Poetik‹ der nivola zwischen Fiktion und Wirklichkeit: Die Technik der mise en abyme    257 4.6 Das Intervenieren der Autor-Figur ›Unamuno‹ und die Vermischung von Fiktion und Wirklichkeit    263 4.7 Die Auflehnung des intrahombre Augusto angesichts des Todes und die Verkehrung der Instanzen Figur-Autor, Mensch-Gott in der Welt der Fiktion    268 4.8 Die Implikationen für den Leser und Unamunos Konzeption des ›hacer novela‹: ›Lo eterno universal‹    276 5.1 Batailles Kritik an der ›homogenen‹ Welt: Utilitaristische Ökonomie und Monotheismus    287 5.2 Die ›Verschwendung‹ und das ›Heilige‹    311 5.3 Was ist Schreiben?    351 6.1 ›Le monde tel quel‹: Der Verzicht auf die ›Metaphysik der Anwesenheit‹    361 6.2 Das Subjekt im polylogue extérieur    394 6.3 Écriture, Intertextualität und Spiel    410 6.4 Totalität und Göttlichkeit    431 7. Schluss    441 Literaturverzeichnis    455

Sommario/riassunto

Was sind die philosophischen Grundannahmen postmoderner Texte und inwieweit übernehmen sie das Denken Friedrich Nietzsches? Findet sich der postmoderne Stil umgekehrt schon bei Nietzsche selbst? Julia Maria Pollichs romanistisch ausgerichtete Studie verbindet eine originelle literaturwissenschaftliche Deutung von Nietzsches Schriften, welche dessen Übermenschen-Konzept in neuem Licht erscheinen lässt, mit dem Nachdenken über die philosophisch-poetologischen Unterschiede zwischen modernem und postmodernem Schreiben. Anhand von vier Autoren und Werken aus dem Zeitraum zwischen Fin de Siècle und dem französischen Poststrukturalismus wird so eine Brücke zwischen dem bei Nietzsche – entgegen seinem vorgeblichen Atheismus und »Antichristentum« – vorhandenen Mystik-Thema und der Mystik-Thematik der Postmoderne geschlagen.