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Record Nr.

UNINA9911011833803321

Autore

Trinks Jennifer

Titolo

Stimmrechtszuordnungen beim Nießbrauch an Gesellschaftsanteilen. : Ein deutsch-französischer Rechtsvergleich

Pubbl/distr/stampa

Berlin : , : Duncker & Humblot, , 2021

©2021

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (553 pages)

Collana

Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht ; ; v.171

Soggetti

Usufruct

Comparative law

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Intro -- Vorwort -- Inhaltsverzeichnis -- Abkürzungsverzeichnis -- Einleitung -- Kapitel 1: Ewigkeitsfrage und Grundlagenthema -- A. Stimmrechtszuordnung als vielfältige Herausforderung -- I. Nießbrauch an Gesellschaftsanteilen als rechtliche Kategorie -- 1. Typische Anwendungsfälle -- 2. Dogmatische Herausforderungen -- II. Theoretisches und praktisches Interesse der Stimmrechtsfrage -- 1. Grundlagenthema an der Schnittstelle von Sachen- und Gesellschaftsrecht -- 2. Gängiges Gestaltungsmittel mit Potential -- B. Rechtsvergleichung als Methode -- I. Frankreich als Vergleichsland -- II. Vergleich der Argumentations- und Regelungsstruktur -- C. Gang der Untersuchung - Verhältnis von Sachen- und Gesellschaftsrecht -- Kapitel 2: Lösungsansätze de lege lata in Deutschland und Frankreich -- A. Offene Frage im deutschen Recht -- I. Zurückhaltung des Gesetzgebers -- II. Spärliche Stellungnahmen der Rechtsprechung -- 1. Wenige Lehren aus verwandten Rechtsfragen -- a) Kein Stimmrecht des Pfandgläubigers -- b) Kein Stimmrecht des Nießbrauchers am Wohnungseigentum -- 2. Rechtsprechung zum Stimmrecht beim Nießbrauch an Gesellschaftsanteilen -- a) Höchstrichterliche Sicherung des Stimmrechts des Gesellschafters -- aa) Sachverhalt und Entscheidung -- bb) Offengelassene Fragen -- cc) Deutungsversuche -- b) Registerrechtliche Eintragungsfähigkeit als Spiegel der



Unsicherheiten -- III. Fortdauernde Diskussion in der Literatur -- 1. Eignung zur rechtsformübergreifenden Behandlung -- 2. Vier Lösungsvorschläge als Eckpunkte -- B. Besondere Normgebung im französischen Recht -- I. Der Weg zu Sondernormen -- 1. Verschiedene Lösungsvorschläge aus der Literatur -- 2. Zögerliche Rechtsprechung -- 3. Erste Festlegung für die société anonyme (Gesetz vom 24. Juli 1966) -- a) Ein großes Reformprojekt -- b) Eine kleine Vorschrift -- c) Kurze Debatten.

d) Anschlussdiskussionen über die Abdingbarkeit -- 4. Eigene Regelung für die übrigen Gesellschaftsformen (Gesetz vom 4. Januar 1978) -- a) Ein neuer Allgemeiner Teil -- b) Eine neue Sonderregelung -- 5. Vervollständigung der aktienrechtlichen Regelung (Gesetz vom 5. Januar 1988) -- 6. Klarstellung und Erweiterung privatautonomer Gestaltungsmöglichkeiten (Gesetz vom 19. Juli 2019) -- 7. Fazit: Mehr Rechtssicherheit durch gegenwärtige Textfassung -- II. Deren Anwendung durch die Gerichte -- 1. Justierung der gesetzlichen Abgrenzungskriterien -- 2. Grenzen gesellschaftsvertraglicher Gestaltungsfreiheit -- a) Mindeststimmbefugnis des Nießbrauchers -- aa) Unabdingbarkeit des Stimmrechts über die Gewinnverwendung (Hén‍aux) -- bb) Kritische Aufnahme im zeitgenössischen Schrifttum -- cc) Darstellung als feststehende Regel -- b) Alleiniges Stimmrecht des Nießbrauchers -- aa) Erste Unterscheidung von Stimm- und Mitwirkungsrecht (de Gaste) -- bb) Infragestellung angesichts der Entscheidungen Château d'Yquem und Hénaux -- cc) Bestätigte Abdingbarkeit des bloßen Stimmrechts des Gesellschafters (Gérard und Plastholding) -- c) Gesamtschau der Grenzen -- 3. Fazit: Bedeutender Beitrag zu einer klaren Rechtslage -- III. Fazit: Die französischen Normen als Modell -- C. Rechtsvergleichende Erwägungen -- Kapitel 3: Sachenrechtlicher Rahmen in Deutschland und Frankreich -- A. Regelungstechnik und maßgebliche Vorschriften -- I. Deutschland: Nießbrauch an einem Recht -- 1. Nießbrauchsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches -- a) Konzeptionelle Grundstrukturen von Nießbrauch und Eigentum -- b) Systematik von Sach- und Rechtsnießbrauch -- c) Tragweite der Verweisungstechnik beim Rechtsnießbrauch -- 2. Mitgliedschaft als Belastungsgegenstand -- 3. Funktionen des Stimmrechts -- a) Abgrenzungsschwierigkeiten in Personengesellschaften -- b) Großzügige Umschreibung in der GmbH.

c) Fester Zuständigkeitsbereich in der AG -- d) Gesellschaftergesamtheit als Gestaltungs- und Kontrollorgan -- 4. Fazit: Anpassungsbedarf des Nießbrauchsrechts -- II. Frankreich: Usufruit de droits sociaux -- 1. Nießbrauchsrecht des Code civil -- a) Konzeptionelle Grundstrukturen von usufruit und propriété -- aa) Usufruit und der Dreiklang usus - fructus - abusus -- bb) Usufruit als Ausgliederung des Eigentums -- cc) Usufruit als Eigentum auf Zeit -- b) Weiter Sachbegriff und usufruit -- 2. Droits sociaux als Belastungsgegenstand -- 3. Funktionen des Stimmrechts -- a) Negative Abgrenzung in Personengesellschaften -- b) Gestufte Mehrheiten in der société à responsabilité limitée -- c) Ordentliche und außerordentliche Hauptversammlung in der société anony‍me -- d) Weiter Gestaltungsrahmen in der société par actions simplifiée -- e) Gesellschaftergesamtheit als Gestaltungs- und Kontrollorgan -- 4. Fazit: Herausforderungen eines besonderen Belastungsgegenstandes -- III. Fazit: Stimmrechtszuordnung als Herausforderung in beiden Rechtsordnungen -- B. Sachenrechtliche Kompetenzverteilung beim Nießbrauch -- I. Usus und Fructus: Nutzungen - Jouissance -- 1. Nutzungen nach deutschem Recht -- a) Begriffsbestimmung im ersten Buch des BGB -- aa) Früchte -- bb) Gebrauchsvorteile -- b) Stimmrechtsspezifische Auslegung des Gebrauchsvorteils -- aa)



Artifizielle Aufspaltung in Gebrauch und Vorteil -- bb) Weites Begriffsverständnis -- cc) Vorteilhaftigkeit des Stimmrechts -- 2. Jouissance nach französischem Recht -- a) Begriffsbestimmung im Rahmen des usufruit -- aa) Fruchtziehung: Droit de percevoir les fruits de la chose -- bb) Gebrauch: Droit d'user la chose -- b) Einordnung des Stimmrechts -- 3. Fazit: Vergleichbare Formen des Gebrauchens -- II. Annex: Verwaltungsrecht des Nießbrauchers -- 1. Deutschland: Gesellschafterliche Mitverwaltung als Verwaltung des Anteils.

a) Besitzrecht und Verwaltungsbefugnis des Nießbrauchers -- aa) Gesetzliche Zuweisung des Besitzes -- bb) Ergänzendes Verwaltungsrecht des Nießbrauchers -- b) Stimmrechtsausübung als Verwaltung des Gesellschaftsanteils -- 2. Frankreich: Verwaltung und Verfügung -- a) Verwaltungsrecht als Teil der jouissance -- aa) Besitzrecht des Nießbrauchers -- bb) Vornahme von Verwaltungsmaßnahmen -- b) Stimmrecht zwischen Verwaltungs- und Verfügungsakt -- 3. Fazit: Verwaltungsrecht als vermittelnde Lösung -- III. Abusus: Verfügungsrecht des Eigentümers und Substanzschutz -- 1. Deutschland: Ausgleich zwischen Nießbraucher und Eigentümer -- a) Substanzwahrung durch den Nießbraucher -- aa) Pflichtenstellung des Nießbrauchers -- bb) Eigene Rechte des Eigentümers -- b) Substanzschutz ohne Stimmrecht -- 2. Frankreich: Nebeneinander von Nießbraucher und Eigentümer -- a) Substanzwahrung als Grenze der Nutzungsbefugnis -- aa) Substanzwahrung zugunsten des Eigentümers (und Lastentragungspflicht) -- bb) Konsequenzen und abus de jouissance -- b) Konkurrierende Berechtigung am Gesellschaftsanteil -- 3. Fazit: Ausgleichsansprüche gegen Herrschaftsbefugnisse -- C. Zusammenführung und Vergleich der Befugnisse -- Kapitel 4: Gesellschaftsrechtliche Grenzen in Deutschland und Frankreich -- A. Stimmrecht als zentrales Mitverwaltungsrecht -- I. Deutschland: Stimmrechtsschutz durch das Abspaltungsverbot -- 1. Abspaltungsverbot als etabliertes Prinzip -- a) Bekenntnis von Literatur und Rechtsprechung zum Abspaltungsverbot -- b) Spurensuche nach den Ursprüngen des Prinzips -- aa) Frühe Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs -- bb) Zeitgenössische Zustimmung im Schrifttum -- cc) Vorausgehende Literatur und Rechtsprechung -- (1) Ansätze eines Abspaltungsverbotes beim Reichsgericht -- (2) Unterschiedliche Begründungstopoi in Kapital- und Personengesellschaften.

(3) Knappe Herleitung in der Literatur -- c) Fazit: Allgemeingültiges Prinzip aus unterschiedlichen Quellen -- 2. Denkbare Schutzrichtungen des Abspaltungsverbotes -- a) Schutz des individuellen Gesellschafters -- b) Schutz des Gesellschaftsverbandes -- aa) Kollektive Willensbildung -- bb) Ausprägung der Verbandssouveränität -- cc) Adressierte Personenkreise -- (1) Mitgesellschafter -- (2) Gläubiger und andere Vertragspartner der Gesellschaft -- (3) Rechtsverkehr -- dd) Fazit: Funktionsfähigkeit der Organisationsform Gesellschaft -- c) Unabdingbarer Schutz des Rechtsverkehrs -- 3. Fazit: Rechtsfigur mit langer Tradition und unklarer Schutzrichtung -- II. Frankreich: Stimmrechtsschutz als droit essentiel de l'associé -- 1. Ein eherner Grundsatz des französischen Gesellschaftsrechts -- a) Richterliche Weiterführung eines breiten Konsenses -- b) Bestätigung und Zweifel im Spiegel der Reformgeschichte -- c) Nachdrückliche Stärkung in der jüngeren Rechtsprechung (Château d'Yquem und Arts et Entreprises) -- 2. Vorsichtiges Hinterfragen und Begründungsansätze -- a) Kritik am Dogma des Stimmrechtsschutzes -- b) Zwischen den Zeilen stehende Begründungsansätze -- 3. Fazit: Kategorischer Stimmrechtsschutz unter Gesetzesvorbehalt -- III. Fazit: Eine schwer zu greifende Selbstverständlichkeit -- B. Konkrete Grenzen der Gestaltungsfreiheit -- I. Pragmatische Freiheiten in Deutschland -- 1. Mitgliedschaft ohne



Stimmrecht -- 2. Abspaltungsverbot als Abtretungsverbot -- a) Problematik der Stimmrechtseinräumung an Dritte -- b) Ausübungsübertragung durch Legitimationszession -- 3. Bevollmächtigung und Vertretung -- a) Rahmenbedingungen der Bevollmächtigung -- b) Vergänglichkeit jeder Vollmacht -- 4. Schuldrechtliche Stimmbindungsvereinbarungen -- a) Richterliche Anerkennung der grundsätzlichen Zulässigkeit -- b) Anhaltende Bedenken und Gestaltungsgrenzen.

c) Tatsächliche und rechtliche Durchsetzungsschwierigkeiten.

Sommario/riassunto

The book by Jennifer Trinks, published by Duncker Humblot, explores the legal concept of usufruct in German and European law. It is a scholarly work that examines the rights and obligations associated with usufruct, comparing German and French legal frameworks. The author's purpose is to provide an in-depth analysis of property law, offering insights into the practical implications and theoretical underpinnings of usufruct as a legal category. This book is intended for legal scholars, practitioners, and students interested in comparative law and property rights. It offers detailed discussions on the regulatory structures, court applications, and specific legal constraints pertaining to usufruct in both Germany and France.