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Record Nr.

UNINA9910967626403321

Autore

Rossbach Nikola

Titolo

Theater über Theater : Parodie und Moderne 1870-1914 / Nikola Rossbach

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : Aisthesis Verlag, 2019

ISBN

3-8498-1476-9

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (493 pages)

Disciplina

832.052309

Soggetti

Parodie

Moderne

Theaterkultur um 1900

Theater

Kabarett

Morgenstern

Christian

Kokoschka

Oskar

Scheerbart

Paul

Döblin

Alfred

Schnitzler

Arthur

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Note generali

PublicationDate: 20060101

Nota di contenuto

Vorbemerkung  I Einführung: Parodie und Moderne 1 Funktionsort der theatralen Parodie 2 Parodie als Katalysator?  II Terminologien, Theorien, Modelle 1 Moderne und Avantgarde 2 Parodie 2.1 Was ist Parodie? 2.1.1 Begriff und Geschichte 2.1.2 Forschung: ein Systematisierungsversuch 2.1.2.1 Set von Parodieaspekten 2.1.2.2 Parodieforschung und Literaturtheorie 2.1.2.3 Kontraktion und Detraktion: enger und weiter Parodiebegriff 2.1.2.4 Postmoderne, dekonstruktivistische, kultur-anthropologische Thesen zur Parodie 2.2



Wie funktioniert Parodie? 3 Ein Modell für die Analyse theatraler Parodien 3.1 Abstufungsmodell mit konstitutiven Elementen 3.2 Theatralität 3.2.1 Zeichen – Text – Performanz 3.2.2 Theatrale Parodie und ihre Referenten 3.2.3 Parodie zwischen Text und Theater 3.3 Metatheatralität  III Parodie und Theater vom 19. Jahrhundert bis zum Beginn der Moderne 1 Aspekte der Theaterkultur 2 Theatrale Parodie im 19. Jahrhundert 2.1 Klassik kontra Parodie 2.2 Das Wiener Volkstheater 3 Aufschwung der theatralen Parodie zu Beginn der Moderne 4 Voraussetzungen des Parodienaufschwungs 4.1 Kleinkunst, Kabarett, Brettl 4.2 Buch- und Pressemarkt 4.2.1 Berufsschriftsteller, -kritiker und -humoristen 4.2.2 Bücher und Zeitschriften 4.2.3 Kladderadatsch und Konsorten: Witzblätter im Profil  IV Analyse: Theatrale Parodie 1870-1914 1 Korpus theatraler Parodien 1.1 Recherche- und Fundorte 1.2 Ein- und Ausschließungen 1.3 Publikations- und Aufführungsmedien 1.4 Dokumentations- und Quellenlage 1.5 Strukturierung 2 Parodie und altes Theater 2.1 Tendenz 2.2 Zeit 2.3 Referenz 2.4 Exemplarische Analyse 2.4.1 Martin Böhm: Es lebe das Leben 2.4.2 Arthur Schnitzler: Der tapfere Cassian  2.4.3 Galli Matthias: Roderich und Kunigunde 2.4.4 Martin Böhm: Die Quitzow’s 2.4.5 Paul Scheerbart: Der Schornsteinfeger 2.5 Parodie als Verabschiedung des alten Theaters? 3 Parodie und modernes Theater I: Naturalismusparodien 3.1 Tendenz 3.2 Zeit 3.3 Referenz 3.4 Exemplarische Analyse 3.4.1 Fritz Mauthner (?): Der höhere Zustand  3.4.2 Julius Stinde: Das Torfmoor 3.4.3 Leopold Wulff: Die Weber oder Die eigentlichen Morituri von Rautendelein Hauptmann 3.4.4 Hugo Busse: Fuhrmann Henschel (Rollfuhrmann Henschel) 3.4.5 Friedrich Kayßler: Die Weber 3.5 Parodie als Verabschiedung des Naturalismus? 3.6 Parodie und Retheatralisierung 4 Parodie und modernes Theater II: Symbolismusparodien 4.1 Tendenz 4.2 Zeit 4.3 Referenz 4.4 Exemplarische Analyse 4.4.1 Christian Morgenstern: Die Krankenstube  4.4.2 Max Reinhardt: L’Interieur oder Das intime Theater 4.4.3 Hanns von Gumppenberg: Der Veterinärarzt 4.4.4 Rudolf Presber: Das Eichhorn 4.4.5 Kory Towska: Meschugge ist Trumpf ! 4.5 Parodie als Verabschiedung des Symbolismus? 5 Parodie zwischen Moderne und Avantgarde 5.1 Alfred Döblin: Lydia und Mäxchen 5.2 Oskar Kokoschka: Sphinx und Strohmann  V Ausblick: Parodie und Theater im 20. Jahrhundert  VI Anhang 1 Parodien: Korpus 2 Parodisten: Kurzbiographien  VII Literatur 1 Quellen 1.1 Parodien 1.2 Romane, Dramen, Werkausgaben 1.3 Autobiographien, Memoiren, Briefe 1.4 Essays, Kritiken, Reden, Programmschriften 1.5 Humoristische, satirische und parodistische Anthologien, Almanache und Sammlungen 1.6 Literarisch-kulturelle, humoristische, satirische Zeitschriften 2 Bio- und Bibliographien, Nachschlagewerke, Lexika, Wörterbücher, Almanache, Repertorien 3 Forschungsliteratur 3.1 Parodie und verwandte Phänomene, Intertextualität, Metatheatralität 3.2 Moderne und Avantgarde 3.3 Literatur, Kultur, Theater, Kabarett- und Publizistikgeschichte

Sommario/riassunto

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kommt es zu einem regelrechten Parodienboom, insbesondere im Bereich Drama und Theater. Die theatrale Parodie, deren Medien Kabaretts und Kleinkunstbühnen, Zeitschriften, Anthologien, Buch- und Heftreihen sind, verabschiedet das Alte und weist den Weg zum Neuen, Modernen, das seinerseits parodistische Reaktionen auslöst. Sie besitzt einen Funktionsort im Entstehungsprozess des modernen Dramas und Theaters: einen Ort, an dem Theater über Theater stattfindet, Theater verhandelt, verabschiedet, vernichtet wird, an dem die Entwicklung des Theaters vorangetrieben wird.  Parodie und Moderne koinzidieren. Ist die Parodie modern oder gar die Moderne parodistisch? Ist die Parodie



Phänomen der Moderne, Katalysator der Moderne, das andere Gesicht der Moderne? Jenseits formelhafter Zuspitzungen lotet die vorliegende Studie den kultur-, literatur- und theatergeschichtlichen Funktionszusammenhang von Parodie und Moderne aus, der immer neu und anders modelliert erscheint.  In Auseinandersetzung mit Positionen der Moderneforschung, Parodietheorie und Theatersemiotik wird zunächst ein differenziertes Parodiemodell erarbeitet. Ein historischer Rückblick auf die Theater- und Parodiekultur des 19. Jahrhunderts erhellt die Voraussetzungen des parodistischen Aufschwungs der Jahrhundertwende. Der Hauptteil der Studie ist den theatralen Parodien selbst gewidmet, die im Zeitraum von 1870 bis 1914 gefunden oder belegt werden konnten. Repräsentative Einzelanalysen geben Einblick in Parodien des alten sowie des neuen – naturalistischen und symbolistischen – Theaters. Durch statistische Daten und kontrastierende Vergleiche kommt zudem eine breite Materialbasis in den Blick: Das Korpus umfasst 600 Parodien, dokumentiert in einem ausführlichen Anhang.