1.

Record Nr.

UNINA9910959309803321

Autore

Tekin Deniz-Osman

Titolo

Von Sèvres nach Lausanne : Die Neuordnung Südosteuropas / / Deniz-Osman Tekin

Pubbl/distr/stampa

Hannover, : ibidem, 2015

ISBN

3-8382-6580-7

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (219 pages)

Disciplina

949.6038

Soggetti

Frieden

Konflikt

Südosteuropa

19. Jahrhundert

Neuordnung

Transformation

Wandel

Osmanisches Reich

Zerfall

Friedensverträge

Zusammenarbeit

Aufteilung

Homogenisierung

Politik

Heterogenität

Berliner Kongress

20. Jahrhundert

Lausanne

Sèvres

Ethnien

Bevölkerung

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di bibliografia

Includes bibliographical references.



Nota di contenuto

Intro -- Inhalt -- Glossar -- 1. Einleitung -- 2. Südosteuropa - Heterogenität eines Raumes -- 2.1. Der Terminus Südosteuropa -- 2.2. Naturräumliche Betrachtung -- 2.3. Anmerkungen zur Kulturgeographie -- 3. Die Geschichte Südosteuropas -- 3.1. Die Vielvölkerstaaten -- 3.1.1. Das Russische Reich -- 3.1.2. Die Habsburger Monarchie Österreich-Ungarn -- 3.1.3. Das Osmanische Reich -- 3.2. Vom Berliner Kongress nach Sèvres -- 3.2.1. Südosteuropa bis zur Jahrhundertwende -- 3.2.2. Der Erste Balkankrieg -- 3.2.3. Der Fall Kosovo -- 3.2.4. Der Zweite Balkankrieg -- 3.2.5. Der Erste Weltkrieg -- 3.2.6. Der Vertrag von Sèvres (1920) -- 3.3. Von Sèvres nach Lausanne -- 3.3.1. Der nationale Widerstand Mustafa Kemals und die Megali Idea -- 3.3.2. Der Vertrag von Lausanne (1923) -- 4. Sieg oder Niederlage? - Die Verträge von Sèvres und Lausanne aus türkischer Perspektive -- 5. Flucht, Vertreibung, Zwangsumsiedlungen und der Vertrag von Lausanne -- 5.1. Nationen, Ethnien, Minderheiten - Definitorische Grundlagen -- 5.2. Südosteuropa - Eine Bilanz -- 5.3. Die armenische Tragödie: Meds Yeghern -- 5.4. Lehrstück Lausanne? Die vertragliche Regelung des Bevölkerungsaustausches -- 6. Zusammenfassung: Brüche und Kontinuitäten in einem Raum -- 7. Quellen- und Literaturverzeichnis -- 8. Anhang -- 8.1. Zeittafel -- 8.2. Der Vertrag von Sèvres vom 19. August 1920 -- 8.3. Der Vertrag von Lausanne vom 24. Juli 1923 -- 8.4. Konvention über die Regime der Meerengen vom 24. Juli 1923 -- 8.5. Konvention über den Austausch der griechischen und türkischen Bevölkerung vom 30. Januar 1923.

Sommario/riassunto

Das lange 19. Jahrhundert, wie Eric Hobsbawn die Zeit von 1789 bis 1914 bezeichnete, war vor allem in Südosteuropa äußerst konfliktreich. Insbesondere dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches folgte ein Wettstreit um die Aufteilung seiner ehemaligen Gebiete. Die Grenzziehungen in Folge der Friedensverträge wirkten sich gravierend auf die ethnische und kulturelle Zusammensetzung der einzelnen Staaten aus. Homogenisierung wurde zur gängigen Praxis der Politik - während Heterogenität gerade für den südosteuropäischen Raum charakteristisch ist.  Tekins Studie setzt sich mit der Neuordnung dieses Raumes vom Berliner Kongress über Sèvres nach Lausanne und den damit einhergehenden Konsequenzen für die betroffenen Menschen auseinander. Im Fokus stehen dabei die Bewertung der Verträge von Sèvres und Lausanne im türkischsprachigen Diskurs sowie die armenische Tragödie von 1915 und der Bevölkerungsaustausch des Lausanner Vertrages von 1923. Seine interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht es Tekin, die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten: Welche Folgen hatte die Aufteilung und Neuordnung der ehemals osmanischen Gebiete für Landkarte, Politik und Ethnien der Region? Hätte ein vertraglich geregelter Bevölkerungsaustausch die ethnischen Konflikte, die noch bis in die heutige Zeit wirken, verhindern können? Eine Vielzahl an türkischsprachigen Primär- und Sekundärquellen wird dem deutsch­sprachi­gen Leser mit dieser Veröffentlichung erstmalig zugänglich gemacht.