1.

Record Nr.

UNINA9910954178803321

Autore

Lagatz Tobias

Titolo

Der Ewige Jude von Edgar Quinet und Eugène Sue auf dem Index Librorum Prohibitorum : Zerrbild seiner selbst und Spiegelbild der Zeit / Tobias Lagatz

Pubbl/distr/stampa

Paderborn, : Brill | Schöningh, 2020

ISBN

3-657-70288-1

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource

Collana

Römische Inquisition und Indexkongregation ; 20

Disciplina

305.8924044

Soggetti

Buchzensur

Bücherverbote

Römische Inquisition

Römische Indexkongregation

Index der verbotenen Bücher

Index librorum prohibitorum

Behördengeschichte

Römische Kurie

Literaturgeschichte

Wissenschaftsgeschichte

Kirchengeschichte

Book censorship

Prohibited Books

Roman Inquisition

Congregation of the Index

Index of Prohibited Books

History of Administration

Roman Curia

History of Literature

History of Science

Church History

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia



Nota di contenuto

Preliminary Material -- Vorwort -- Einleitung -- Zur Legendengestalt des Ewigen Juden -- Eugène Sues Neuinterpretation des Ewigen Juden -- Der Ewige Jude auf dem Index librorum prohibitorum -- Das Ende der Wanderung -- Quellen- und Literaturverzeichnis -- Personenregister.

Sommario/riassunto

Der „Ewige Jude“ stand auf dem Index der verbotenen Bücher – das lässt aufhorchen: Kämpfte die katholische Kirche so gegen antisemitische Stereotype? Dieser Frage geht der Autor anhand der Verfahren gegen die französischen Autoren Edgar Quinet und Eugène Sue nach, die das Motiv des Ewigen Juden im 19. Jahrhundert neu interpretierten.Der detaillierte Einblick in den Alltag der Zensoren ist entlarvend: In den Archiven der Inquisition und der Indexkongregation sind irreführende Gutachten zu finden, die für ihre Verfasser nur noch Mittel zu dem Zweck waren, sich in den revolutionären Kämpfen ihrer Zeit richtig zu positionieren. Mitarbeiter der zuständigen Kongregationen waren völlig überfordert, und Bücher wurden sogar ohne vorherige Lektüre verboten. Die unverzichtbare Analyse weiterer, zeitgleich ablaufender Verfahren im Kontext der kirchenpolitischen Großwetterlage zeigt schließlich: Der „Ewige Jude“ geriet nicht wegen Antisemitismus in den Blick der Zensoren, sondern weil insbesondere Sue als antijesuitisch, unmoralisch, sozialistisch und revolutionär galt.