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Record Nr.

UNINA9910915878003321

Autore

Herbst Ina

Titolo

Demenz und das Recht auf Nichtwissen : Die frühe Krankheitsphase zwischen Autonomie und Verantwortung / Ina Herbst

Pubbl/distr/stampa

Paderborn, : Brill | mentis, 2021

ISBN

3-96975-229-9

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (277 pages)

Soggetti

Privatsphäre

Selbsttäuschung

Autonomie

Selbstbild

Eigenständigkeit

Nahbeziehungen

Würde

Moral rights

privacy

self-deception

dignity

self-image

relationships

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Sommario/riassunto

Dementielle Erkrankungen stellen für Betroffene und Angehörige eine große Herausforderung dar. Bisher wird vor allem die späte Phase der Erkrankung in den Blick genommen. Doch auch bei Krankheitsbeginn stellen sich Fragen, deren Beantwortung für die Bewältigung des weiteren Krankheitsverlaufs entscheidend ist. Haben Betroffene ein moralisches Recht auf Nichtwissen hinsichtlich der eigenen medizinischen Symptome und gesundheitlichen Veränderungen? Die Autorin behandelt zunächst Argumente, die für dieses Recht sprechen: die Autonomie der Betroffenen, ihr Recht auf Privatsphäre oder das



Recht, ihre ganz eigene Haltung in Bezug auf die beginnende Krankheit einnehmen zu dürfen. Eine andere Antwort ergibt sich, wenn man die Frage nach dem Recht auf Nichtwissen den Interessen nahestehender Personen gegenüberstellt, die einen Teil der Last tragen und deswegen einbezogen werden müssen. Zur Verantwortung in Nahbeziehungen gehört eine wechselseitige Rechenschaftspflicht, die die Bereitschaft zum Dialog einschließt. Insofern kann es moralisch fragwürdig sein, als betroffene Person das Recht auf Nichtwissen wahrzunehmen, da dies der Verantwortung gegenüber Nahestehenden nicht gerecht wird.