1.

Record Nr.

UNINA9910838185503321

Autore

Ammann Sonja

Titolo

Der zerbrochene Spiegel : Die babylonische Eroberung Jerusalems als kulturelles Trauma / Sonja Ammann

Pubbl/distr/stampa

Paderborn, : Brill | Schöningh, 2023

ISBN

9783657793839

3657793836

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (193 pages)

Collana

Studies in Cultural Contexts of the Bible ; 9

Disciplina

221.8305906914

Soggetti

Hebräische Bibel

Tanach

Tanakh

Old testament

Babylonisches Exil

Tempelzerstörung

Geschichtsschreibung

2. Könige 24-25

Jeremia 29

Jeremia 39

Jeremia 52

Psalm 137

Julius Wellhausen

Hebrew Bible

Babylonian Exile

Temple Destruction

Historiography

2 Kings 24-25

Altes Testament

Jeremiah 29

Jeremiah 39

Jeremiah 52

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia



Nota di bibliografia

Includes bibliographical references.

Nota di contenuto

Inhalt -- Vorwort -- Kapitel 1 Einleitung --   1.1 Die babylonische Eroberung als Zäsur --   1.2 Kulturelles Trauma --   1.3 Vorgehen und Aufbau des Buches -- Kapitel 2 Das konventionelle Narrativ: Wellhausen und die „Entdeckung“ der Exilszeit --   2.1 Einleitung --   2.2 Wellhausens „Entdeckung“ des Exils als Wendepunkt der Geschichte --   2.3 Das babylonische Exil als kulturelles Trauma bei Wellhausen --   2.4 Kontinuität statt Trauma: Der Geschichtsentwurf von Charles C. Torrey --   2.5 Zwischenfazit -- Kapitel 3 Stimmungsbilder des Exils: Psalm 137 und Jeremia 29 --   3.1 Einleitung --   3.2 Psalm 137 --     3.2.1 Düstere Vergangenheit: Psalm 137 als Konstruktion kollektiver Erinnerung --     3.2.2 Landschaften und Emotionen: Psalm 137 als Stimmungsbild --     3.2.3 Die Erinnerung an die babylonische Eroberung Jerusalems und deren Folgen in Psalm 137 --     3.2.4 Kulturelles Trauma in Psalm 137 --   3.3 Jeremia 29 --     3.3.1 Jeremia schreibt einen Brief: Literarischer Zeitbezug und historischer Ort von Jeremia 29 --     3.3.2 Die Erinnerung an die babylonische Eroberung und deren Folgen in Jeremia 29 --     3.3.3 Gute Stimmung im Exil? Die emotionale Botschaft von Jeremia 29,5–7 --     3.3.4 Kulturelles Trauma in Jeremia 29? --   3.4 Zwischenfazit -- Kapitel 4 Narrative im Fluss: Die biblischen Erzählungen der babylonischen Eroberung --   4.1 Überblick über die Erzählungen der Eroberung Jerusalems (2. Könige 24–25; 2. Chronik 36; Jeremia 39 und 52) --     4.1.1 2. Könige 24–25: Geschichte, die sich reimt --     4.1.2 2. Chronik 36: Geschichte als Schriftauslegung --     4.1.3 Jeremia 39 und 52: Variationen eines Themas

Sommario/riassunto

Die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier 587 v.u.Z. und ihre Folgen – insbesondere das babylonische Exil – gelten allgemein als Zäsur in der Geschichte Israels. Zahlreiche biblische Texte beziehen sich auf dieses Ereignis. Das vorliegende Buch zeigt, dass sich die Erzählung der babylonischen Eroberung Jerusalems und ihrer Folgen erst im Laufe der Zeit als Leidensnarrativ in der überlieferten Form herausgebildet hat. Dieser Prozess, in dem ein gefestigtes Bild dieser Ereignisse und ihrer Bedeutung entsteht, lässt sich als Etablierung eines kulturellen Traumas beschreiben. Die letztlich dominante Trauma-Erzählung bewahrt nicht die Erinnerung der unmittelbaren (emotionalen) Auswirkung der Ereignisse. Vielmehr lässt sich zeigen, dass wesentliche Elemente der Trauma-Erzählung wie die Deportation der Bevölkerung und die Zerstörung des Tempels erst in jüngeren biblischen Texten zentral werden.