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Record Nr.

UNINA9910828013803321

Autore

Bernhardt Johannes Christian

Titolo

Die Jüdische Revolution : Untersuchungen zu Ursachen, Verlauf und Folgen der hasmonäischen Erhebung / / Johannes Christian Bernhardt

Pubbl/distr/stampa

Berlin, [Germany] ; ; Boston, [Massachusetts] : , : De Gruyter, , 2017

©2017

ISBN

3-11-038001-3

3-05-006482-X

Descrizione fisica

1 online resource (726 pages)

Collana

KLIO : Beiträge zur Alten Geschichte. Beihefte. Neue Folge, , 1438-7689 ; ; Band 22

Classificazione

NY 3000

Disciplina

933

Soggetti

Jews - History - 168 B.C.-135 A.D

Maccabees - History

Judaism - History - Post-exilic period, 586 B.C.-210 A.D

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di bibliografia

Includes bibliographical references and index.

Nota di contenuto

Frontmatter -- Vorwort -- Inhalt -- 1. Problemstellung -- 2. Ansatz -- 3. Quellenkritik -- 4. Judäertümer Und Polisstatus -- 5. Ein Erschienener Gott -- 6. Der Greuel Des Verwüsters -- 7. Die Anfänge Der Erhebung -- 8. Hohepriesteramt Und Etablierung -- 9. Hellenismus Und Judentum -- 10. Epilog -- Appendix 1: Religionseingriffe Und Erhebungsursachen In Der Forschung -- Appendix 2: Die Datierung Des Ersten Einleitungsbriefes In 2. Makk. -- Appendix 3: Chronologie Und Ereignisgang -- Appendix 4: Das Tobiadenbuch Als Historische Quelle -- Appendix 5: Antiochos In Jerusalem, Tempelplünderung Und Bürgerkrieg -- Appendix 6: Onias In Ägypten Und Die Hohepriesterschaft Des Alkimos -- Appendix 7: Zeittafel -- Appendix 8: Karten -- Literaturverzeichnis -- Quellenregister -- Index

Sommario/riassunto

168 v. Chr. griff der Seleukide Antiochos IV. in den Kult von Jerusalem ein. Gegen diese Maßnahmen formierte sich unter den Hasmonäern eine Erhebung, die zur Wiederherstellung des Kultes, zur Etablierung der Hasmonäer als Hohepriester und zur Unabhängigkeit Judäas führte. Die vorliegende Arbeit untersucht Ursachen, Entwicklung und Folgen der hasmonäischen Erhebung und fasst sie als historischen Prozess.



Die kritische Forschung hat sich seit ihren Anfängen um ein tieferes Verständnis der Erhebung bemüht. Aufgrund der schwierigen Quellenlage ist aber in kaum einem Punkt Konsens erzielt worden: Man suchte entweder in der seleukidischen oder judäischen Vorgeschichte nach Erklärungen für Kulteingriffe, hat diese entweder in langfristige Entwicklungen eingeordnet oder kontingente Geschehnisse betont und hat die Motive der historischen Akteure entweder politisch oder religiös gedeutet. Die vorliegende Arbeit ist der Versuch einer integrativen Deutung und legt das Konzept der politischen Theologie zugrunde. Unter diesen Bedingungen lässt sich zeigen, dass Antiochos IV. verstärkt auf die Sakralisierung seiner Herrschaft setzte und dass es in judäischen Machtkämpfen zu einer zunehmenden Theologisierung der Politik kam. Als Antiochos IV. dann 168 v. Chr. eine Schmach durch die Römer hinnehmen musste und in Judäa ein Bürgerkrieg ausbrach, verschränkten sich die Probleme des Seleukidenreichs und Judäas in einem hochgradig kontingenten Szenario: Antiochos IV. ordnete seine kultische Verehrung in Jerusalem an, und die Hasmonäer traten in den judäischen Machtkämpfen für die Rettung der Religion an. Langfristig verfolgten die Hasmonäer sowohl politische als auch religiöse Ziele, vor allem ihre Etablierung als Hohepriester. Dies hatte schließlich eine religiöse Mobilisierung der Judäer und die Ausbildung der ethnoreligiösen Identität des Judentums zur Folge. Insgesamt vollzog sich eine Jüdische Revolution.