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Record Nr.

UNINA9910798407103321

Titolo

Justitiabilität und Rechtmässigkeit : Verrechtlichungsprozesse von Literatur und Film in der Moderne / / herausgegeben von Claude D. Conter

Pubbl/distr/stampa

Amsterdam ; ; New York : , : Rodopi

c2010

ISBN

90-420-2838-6

Descrizione fisica

1 online resource (286 pages) : illustrations

Collana

Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik, , 0304-6257 ; ; 73

Altri autori (Persone)

ConterClaude

Disciplina

809.93355

Soggetti

Law and literature

German literature - History and criticism

Motion pictures, German - History

German literature

Motion pictures, German

Criticism, interpretation, etc.

History

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di bibliografia

Includes bibliographical references.

Nota di contenuto

Preliminary Material / Claude D. Conter -- Justitiabilität und Rechtmäßigkeit. Verrechtlichungsprozesse von Literatur und Film / Claude D. Conter -- Persönlichkeitsrechtsverletzung contra Kunstfreiheit – Die Mephisto-Entscheidung und ihre Auswirkung auf die neuere Rechtsprechung / Anja Schiemann -- Machtkämpfe in der “Gesellschaftshölle”? Thomas Bernhards Holzfällen, Walter Gronds Der Soldat und das Schöne, die österreichische Kulturszene, die Kunstfreiheit und das Persönlichkeitsrecht / Nina Birkner and York-Gothart Mix -- Der Fall Esra – Eine Neujustierung des Verhältnisses von Persönlichkeitsrecht und literarischer Kunstfreiheit? / Eva Inés Obergfell -- Späte Entlarvung oder üble Nachrede? Überlegungen zu einem noch nicht verjährten Plagiatsvorwurf, Hubert Fichte und Heimito von Doderer betreffend / Robert Gillett -- Plagiat oder Intertextualität? Zur literarischen Beziehung zwischen Klaus Schlesinger und Peter Schneider / Astrid Köhler -- Copyright und Superhelden. Über die Prägung



populärer Mythologie durch textuelle Kontrolle / Stephan Packard -- Lücken – Striche – Einschwärzungen / Bodo Plachta -- Unfreiwillige Politisierung der Literatur oder Rechtsverstoß als Erfolgsstrategie. Rabener und Gellert als Opfer eines sächsisch-patriotischen Verlegers / Johannes Birgfeld -- Kunstfreiheit versus Recht? Die Auseinandersetzung um Johannes R. Becher in der Weimarer Republik (1925–1928) / Michael Ansel -- Reiz und Verhängnis. Überlegungen zur kulturanthropologischen Fundierung des Verhältnisses von Literatur und Recht / Bettina von Jagow -- Verhandlung und Reflexion. Tabu(rück)bildung zwischen Literatur und Kultur am Beispiel von Elfriede Jelineks Die Kinder der Toten / Anja Gerigk -- Wem gehört eine Geschichte? Über die Möglichkeiten und Grenzen der Fiktionalisierung von Realität / Gertrud Maria Rösch -- “Fall-Beispiel” Nekromantik 2 oder: Film als Straftat? Zum brisanten Verhältnis von Film – Kunst – Gesetz / Jörg von Brincken -- Just Jaeckins Film Die Geschichte der O (1975) Werkgerechte Interpretation, Kunststatus und jugendgefährdendes Potenzial / Oliver Jahraus -- Von der Analyse zur Propaganda. Semantische Konsequenzen von Jugendschutzschnitten in Antoine Fuquas King Arthur / Martin Rehfeldt -- Autoren des Bandes / Claude D. Conter.

Sommario/riassunto

Das Recht ist eine wesentliche Entstehungsbedingung moderner Literatur. Unter diesem Gesichtspunkt ist Literatur als justitiabel, als Gegenstand der Gerichte und des Rechts zu begreifen. Die Literaturgeschichte ist demnach auch entlang von Verrechtlichungsprozessen zu beschreiben: Die Zensur, das Urheberrecht und das Persönlichkeitsrecht sind dabei nur drei Beispiele aus einer Vielzahl rechtlicher Bestimmungen, die prägenden und nachhaltigen Einfluss auf die Entstehung und Wirkung von Literatur haben. Im vorliegenden Sammelband gehen Literatur- und Filmwissenschaftler ebenso wie Juristen diesem komplexen Verhältnis nach: In 15 Fallanalysen zur deutschsprachigen Literatur von der Aufklärung bis zur Gegenwart sowie zum Film und zum Comic stellen sie besonders markante und aufschlussreiche Beispiele für das wechselseitige Bedingungsverhältnis von Literatur und Recht dar. Dabei wird vielfältig erkennbar, dass und wie Literatur in das juristische Gebiet hineinwirkt und dass der juristische Rahmen unabdingbar zum Verständnis literarischer Texte und literatursoziologischer Prozesse ist.