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Record Nr.

UNINA9910622199303321

Titolo

Feministische Visionen vor und nach 1989 : Geschlecht, Medien und Aktivismen in der DDR, BRD und im östlichen Europa / / Karin Aleksander, Ulrike Auga, Elisaveta Dvorakk, Kathleen Heft, Gabriele Jähnert, Heike Schimkat, Almut Ilsen, Bożena Chołuj, Irene Dölling, Hildegard Maria Nickel, Sylka Scholz, Urmila Goel, Doris Liebscher, Rebecca Wegmann, Iveta Jusová, Iva Šmídová, Masha Beketova, Olga Plahotnik, Rebecca Lembke, Birgit Dahlke, Nicole Halliday

Pubbl/distr/stampa

Leverkusen, : Verlag Barbara Budrich, 2022

ISBN

3-8474-1675-8

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 electronic resource (432 p.)

Soggetti

Friedliche Revolution

Revolution 1989

1989

GDR

DDR

gender studies

East Germany

Geschlechterforschung

Ostdeutschland

othering

feminism

Othering

foreign attributions

Fremdzuschreibungen

gender relations

Geschlechterverhältnis

Frauenbewegung

women's movement

resistance

Widerstand

intersectionality

Intersektionalität

queer theory

Queer-Theorie

media

Medien



discourse

Diskurs

Eastern Europe

Osteuropa

Poland

Polen

Czech Republic

Tschechien

Hungary

Ungarn

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Vorbemerkung  Einleitung  Widerstand – Aktivismus – Visionen  Ulrike Lembke  Visionen als feministisches Erbe? Zwischen universellem Repräsentationsanspruch, neoliberaler Alternativlosigkeit und den Un/Möglichkeiten feministischer politischer Praxis  Birgit Dahlke  Brachland Berlin 1990. Als Christa Wolf statt am Schreibtisch an Runden Tischen saß  Elisaveta Dvorakk  Widerstand, Aktivismus und feministische Kunst der subkulturellen Öffentlichkeit der DDR. (Un-)Sichtbarkeiten – Desidentifizierungen – Visionen  Almut Ilsen und Bettina Rathenow im Gespräch mit Barbara Einhorn  ‚Jung, weiblich, feindlich-negativ‘. Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin  Barbara Einhorn  Was bleibt von der friedlichen Revolution im heutigen Europa? Rückblick aus der Perspektive einer transnationalen Grenzgängerin  Bożena Chołuj  Einmischen, Gestalten und Provozieren. Strategien der Frauenbewegung in Polen   Ostdeutsche Fremd- und Selbstzuschreibungen Irene Dölling  Wie modern waren die Geschlechterverhältnisse in der DDR?  Hildegard Maria Nickel  ‚Ost-Frau‘ – Mythen und Fakten. Geschlechterverhältnisse in der Transformation  Sylka Scholz  „Oh, Ostmann!“ Mediale Zuschreibungen, empirische Befunde und diskursive Leerstellen  Heike Schimkat  Selbstbilder als Forschungsressource. Interviews mit drei Frauengenerationen zu den Umbrüchen von 1989 im Projekt Frauengedächtnis  Kathleen Heft  „Warum passieren solche Sachen fast immer im Osten?“ Die Ossifizierung der Kindsmörderin in den Medien  Urmila Goel mit Luise Böhm, Nicole Halliday, Nicole Kaminer, Ulrike Mausolf und Leona Schwarzer  Nachwendegeborene Studierende und die DDR/der Osten   Verwobene, intersektionale Macht- und Herrschaftsverhältnisse  Ilanga Mwaungulu  „Schwarze Schwester Angela“. Die Verhandlung von Weiblichkeit und Schwarzsein in der Solidaritätskampagne für Angela Davis der DDR-Frauenzeitschrift Für Dich  J. Cash Hauke  Wer ist das Volk? Erinnerungspolitische Leerstellen als Aktionsfeld rechter Ostdeutschlandpolitik  Doris Liebscher  Ethnizität oder Klassismus? Von den Schwierigkeiten und Möglichkeiten, die Benachteiligung Ostdeutscher antidiskriminierungsrechtlich zu fassen   Etablierung der Gender Studies in und nach den Umbrüchen von 1989 Isabel Adler und Rebecca Wegmann  Festgeschriebener Erfolg und erzählte Erfahrung. Die Institutionalisierung der Frauenforschung an der Humboldt-



Universität zu Berlin  Karin Aleksander  Was bleibt. Ressourcen zum Thema Frauen und Geschlechterverhältnisse in der DDR  Iveta Jusová and Iva Šmídová  Contested Feminist Narratives of Three Decades. Uncertain Prospects of Czech Gender Studies  Masha Beketova and Olga Plakhotnik  “For us, about us.” Undisciplined Queer Knowledge Production in Activist Communities – the Ukrainian Case  Ulrike E. Auga  Statement zur Situation der Gender Studies in Ungarn im Kontext der Entwicklung weiterer Länder inklusive Deutschland. Anhörung zur Lage der Gender Studies in Ungarn beim Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter im Europäischen Parlament, Brüssel vom 8. November 2018  Autor*innen- und Herausgeber*innenverzeichnis

Sommario/riassunto

Wie forderten Geschlechterdiskurse vor und nach 1989 die gesellschaftlichen Verhältnisse heraus? Wie intervenierten Akteur*innen in machtvolle Ordnungen? Wie werden feministische Visionen in gegenwärtige Aktivismen aufgenommen? Der Band untersucht feministische, queere und künstlerische Widerstandspraxen sowie Mediendiskurse und Selbst- und Fremdzuschreibungen von DDR-Geschlechterbildern aus intersektionalen, postkolonialen und postsäkularen Perspektiven. Zudem wird die Entwicklung der Gender Studies in Osteuropa in den Blick genommen.  How did gender discourses challenge social relations before and after 1989? How did actors intervene in powerful orders? How are feminist visions incorporated into contemporary activisms? This volume examines feminist, queer, and artistic practices of resistance as well as media discourses and attributions of GDR gender images from intersectional, postcolonial, and post-secular perspectives. In addition, the development of gender studies in Eastern Europe will be examined.

»Feministische Visionen vor und nach 1989« heißt der vielversprechende Titel eines Sammelbands, der die Fachbeiträge der gleichnamigen Tagung von 2019 des Zentrums für transdisziplinare Geschlechterstudien (ZtG) an der Humboldt-Universität zu Berlin dokumentiert. Die Publikation ist eine Reaktion auf die defizitäre Forschungslage, da es bisher versäumt worden sei, Methoden und Theorien zu entwickeln, um die Frauen- und Geschlechterverhältnisse in der postsozialistischen Transformation zu erfassen und zu untersuchen. Auf diese Leerstelle hinzuweisen und diese mit Anregungen aus einer »intersektionalen Genderperspektive« (S. 14) zu bereichern, ist das zentrale Anliegen der Herausgeberinnen. Ariadne, Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 80, Juli 2024  Bereits in der Einleitung wird durch die Herausgeberinnen darauf verwiesen, dass sich bisherige Analysen zum einen häufig durch Geschlechtsblindheit ausgezeichnet hätten, insbesondere fehle meist der Topos „Ostmann“ (insbesondere der Topos Vaterschaft in Ostdeutschland sei eine Leerstelle), vor allem aber befassen sich die meisten Forschungen und Darstellungen ausschließlich mit deutschen Personen, d.h. persönliche Erinnerungen, Betrachtungen zur Situation von Migrantinnen bzw. nicht-weißen deutschen Staatsbürger:innen fehlen völlig. Newsletter Dornrosa e.V., Januar 2023  Der vorliegende Band liefert einen detaillierten und informativen Überblick über die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse und der Gender Studies in der (Ex-) DDR, dem wiedervereinigten Deutschland und anderen postsozialistischen Gesellschaften. Da das vereinigte Europa nach der Osterweiterung eine Reihe von postsozialistischen Gesellschaften umfasst, kann er nicht nur deutschen, sondern allen europäischen Leser*innen zu einem vertieften Verständnis der Verhältnisse in Europa nach 1989 verhelfen und sei daher zur Lektüre bestens empfohlen. aep informationen – Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft,



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