Unter den epigraphischen Quellen aus späthellenistischer Zeit nimmt der Volksbeschluss über Maße und Gewichte IG II2 1013 eine besondere Rolle für das Verständnis des Rechts- und Wirtschaftslebens im antiken Athen ein. Im vorliegenden Band werden die einzelnen Passagen dieses Dekrets eingehend aus dezidiert juristischer und rechtshistorischer Perspektive untersucht - ein Ansatz, der bisher kaum oder nur unvollständig verfolgt wurde. Dazu wird zunächst eine Neuedition des Psephismas mit eigener Übersetzung präsentiert. Die allgemein von anderen Autoren angenommene Aufteilung in Paragraphen wird in modifizierter Form übernommen. Aufbauend darauf ist dann die inhaltliche Analyse, dem Textfluss folgend, in thematisch zusammenhängende Kapitel gegliedert. Die Untersuchung konzentriert sich dabei unter anderem auf die für inkorrektes oder gar betrügerisches Messen vorgesehenen Rechtsfolgen, wofür sich vor |