das, was gut und schlecht, geschuldet und „gesollt“ ist. Solche moralischen Regelungen sind wesentliche Stabilisatoren, um vielfältige, alltägliche Situationen bewältigen zu können. Entsprechend streng ist die gesprächsweise („diskursive“) Verarbeitung der moralischen Selbstverständlichkeiten und die gemeinsame Sanktion in Form von Entrüstung, Verärgerung oder Verachtung bei Übertretung dieses moralischen Kodex. Es ist Aufgabe dieses Bandes den Alltag nach seinen impliziten ethischen Postulaten zu durchforsten. Dabei geht es überwiegend nicht um die theoretische Begründung der Pflichten (d.h. um Ethik), sondern um alltagsweltliches Erleben, Bewusstsein, Erwartungen und praktisches Handeln (d.h.um Moral). Beispielhaft zeigt sich dieser Zusammenhang an den 5 Sinnen, die alle moralisch bzw. kulturell „imprägniert“ sind. Der Inhalt Mit Beiträgen von Robert Hettlage, Alfred Bellebaum, Karl Lenz, Gerhard Schmied, Jürgen Raab, Arnold Zingerle, Dietrich von Engelhardt, Joachim Fischer, Erwin Hufnagel. Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der Kultursoziologie, Philosophie, Anthropologie und Ethik sowie interessierte Laien und ZeitdiagnostikerInnen. Die Herausgeber Dr. Alfred Bellebaum ist Professor für Soziologie (em.) an der Universität Koblenz-Landau und Honorarprofessor an der Universität Bonn. Dr. Dr. Robert Hettlage ist Professor (em.) am Institut für Soziologie der Universität Regensburg. |