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Record Nr.

UNINA9910458864003321

Autore

Herrmann Leonhard

Titolo

Klassiker jenseits der Klassik [[electronic resource] ] : Wilhelm Heinses "Ardinghello"-Individualitätskonzeption und Rezeptionsgeschichte / / Leonhard Herrmann

Pubbl/distr/stampa

Berlin, : De Gruyter, 2010

ISBN

1-282-71649-2

9786612716492

3-11-023096-8

Descrizione fisica

1 online resource (360 p.)

Collana

Communicatio (Tübingen, Germany), , 0941-1704 ; ; Bd. 41

Classificazione

GK 4898

Disciplina

830.8006

Soggetti

Germanic philology

German literature - 18th century - History and criticism

Electronic books.

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Note generali

Description based upon print version of record.

Nota di bibliografia

Includes bibliographical references and sources.

Nota di contenuto

Frontmatter -- Inhaltsverzeichnis -- Einleitung -- 1. Individuum und Kanon. Theoretische und methodische Grundlagen -- 2. Die Konzeption von Individualität im Ardinghello -- 3. Die Rezeptionsgeschichte des Ardinghello -- Schluss -- Backmatter

Sommario/riassunto

Wilhelm Heinses Roman Ardinghello und die glückseligen Inseln (1787) wird von der gegenwärtigen Literaturwissenschaft überwiegend als Marginalie behandelt: Er gilt als formal defizitär, als theorieüberladen und literaturgeschichtlich kaum zu verorten. Leonhard Herrmann zeigt, dass Heinses Roman gerade in dieser Beschaffenheit als Ausdruck eines philosophisch-literarischen Experiments zu betrachten ist: das empirische Individuum als vollkommen frei von allen sozialen und metaphysischen Determinanten zu denken. Dies unterscheidet ihn erheblich von vergleichbaren deutschsprachigen Werken seiner Zeit und lässt ihn - wie im Rahmen einer rezeptionsgeschichtlichen Analyse deutlich wird - immer wieder zum Gegenstand begeisterter Lektüren werden. Noch im Laufe des 19. Jahrhunderts wird versucht, den Roman in den entstehenden ,Klassiker'-Kanon zu integrieren - ein Versuch, der schließlich an den Differenzen zu den ,klassischen' Werken Goethes



und Schillers scheitert. Um 1900 wird Heinses Roman daher zum Klassiker jenseits der Klassik. Aus diesen Ergebnissen leitet die Studie generalisierbare Annahmen zur Theorie literarischer Kanones ab: Diese gelten als komplexe Systeme äußerer wie innerer Bezüge, die bei jedem Versuch der Inklusion berücksichtigt werden müssen.