1.

Record Nr.

UNINA9910433250603321

Autore

Brunner Claudia (Claudia Brunner, Universität Klagenfurt, Österreich)

Titolo

Epistemische Gewalt : Wissen und Herrschaft in der kolonialen Moderne / Claudia Brunner

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2020

ISBN

9783732851317

3732851311

9783839451311

3839451310

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (336 p.)

Collana

Edition Politik

Disciplina

020

Soggetti

Gewalt

Violence

Knowledge

Wissen

Colonialism

Kolonialismus

Epistemology

Epistemologie

Internationale Beziehungen

International Relations

Science

Wissenschaft

Feminist Theory

Feministische Theorie

Pierre Bourdieu

Judith Butler

Johan Galtung

Postcolonialism

Postkolonialismus

Decolonial Practice

Dekolonialismus

Episteme

Modernity

Moderne

Transdisciplinarity

Transdisziplinarität

Herrschaft



Power Relations

War

Krieg

Racialization

Rassifizierung

Genocide

Genozid

Eurozentrismus

Eurocentrism

Orientalism

Orientalismus

Occidentalism

Okzidentalismus

Politics

Politik

Political Theory

Politische Theorie

Racism

Rassismus

Political Science

Politikwissenschaft

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Frontmatter    1 Inhalt    5 Vorwort    7 Kapitel 1: Gewalt weiter denken    9 Kapitel 2: Kolonialität von Macht, Wissen und Sein    37 Kapitel 3: Begriffslandschaften epistemischer Gewalt    77 Einleitung    147 Systemimmanent und relational: Johan Galtungs Gewalttheorie    152 Herrschaftsordnungen und symbolische Gewalt bei Pierre Bourdieu    186 Normativität, Krieg und Gewaltfreiheit bei Judith Butler    246 Kapitel 5: Transdisziplinäre Konturierungen eines Konzepts epistemischer Gewalt    271 Literatur    311

Sommario/riassunto

Gewalt ist nicht nur Ereignis, sondern auch Prozess und Verhältnis. Sie zerstört Ordnung nicht nur, sondern begründet sie auch und hält sie aufrecht. Der Dimension des Wissens wird in den meisten Gewaltdebatten nur wenig Bedeutung beigemessen, gilt sie doch als Gegenteil von oder als Gegenmittel zu Gewalt. Mit dem Begriff der »epistemischen Gewalt« rückt Claudia Brunner den konstitutiven Zusammenhang von Wissen, Herrschaft und Gewalt in der kolonialen Moderne, unserer Gegenwart, in den Fokus. Ausgehend von feministischer, post- und dekolonialer Theorie entwickelt sie in Auseinandersetzung mit struktureller, kultureller, symbolischer und normativer Gewalt ein transdisziplinäres Konzept epistemischer Gewalt.

»Especially researchers within the field of Area Studies could profit from the inclusion of the epistemic violence concept in their research to become aware of those knowledge systems suppressed by Western academia and to reflect on how their own work partakes in this process



of violence.«

»Wer [...] aus der Friedens- und Konfliktforschung kommt, wird eine kanonorientierte Einführung in das Thema epistemische Gewalt wertschätzen.«

»Die Autorin [leistet] einen wichtigen Beitrag zur Herrschaftskritik der kolonialen Moderne und eröffnet so neue Wege für eine kritische und global ausgerichtete Gewaltforschung.«

»Eine für ein breiteres Publikum zugängliche, anregende Leseerfahrung, die zum Weiterdenken anregt.«

»Eine anspruchsvolle, fundierte und differenzierte Auseinandersetzung mit der notwendigen, aber unangenehmen Frage nach epistemischer Gewalt.«

»Claudia Brunners Werk [wirft] auch für ›Praktiker*innen‹ der Gewaltfreiheit ein neues Licht auf viele übernommene Begriffe und Konzepte.«

»Brunners Monographie präsentiert sich nicht nur als wichtige kolonialismuskritische Auseinandersetzung mit Gewaltdebatten und Gewaltverständnissen aus unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern, sondern ihre Überlegungen tragen auch wesentlich zu einer sozialwissenschaftlichen Schärfung des Konzepts der epistemischen Gewalt bei.«

Besprochen in:Wissenschaft & Frieden, 2 (2020)www.centrum3.at, 6 (2020)www.frauensolidaritaet.org, 6 (2020)Spinnrad, 2 (2020)