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Record Nr.

UNINA9910433227203321

Autore

Müller Sigrid

Titolo

Theologie und Philosophie im Spätmittelalter : Die Anfänge der via moderna und ihr Bedeutung für die Entwicklung der Moraltheologie ( 1380-1450)

Pubbl/distr/stampa

Aschendorff Verlag, 2018

Münster, : Aschendorff Verlag, 2018

ISBN

3-402-11952-8

3-402-11938-2

Descrizione fisica

Online-Ressource (377 S.)

Collana

Studien der Moraltheologie. Neue Folge

Soggetti

Ethik

Konzil von Konstanz

Universität Paris (Geschichte)

History

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Note generali

PublicationDate: 20181024

Nota di contenuto

Einführung: Der Schulstreit zwischen Via antiqua und Via moderna als Hintergrund für die Erforschung der Moraltheologie des fünfzehnten Jahrhunderts --  Grundfaktoren der Entstehung der Via moderna: "augustinische" Theologie und nominalistische Philosophie am Beispiel Pierre dʼAillys ([gestorben] 1420) -- "Kompetenzüberschreitung im Namen der Theologie" : die Kritik des Johannes Capreolus O.P. (1380-1444) an den theologischen Methoden der Moderni --  "Theologische Praxis" als Ziel der Theologie bei Jean Gerson (1363-1429): ein Modell und seine Konsequenzen -- Philosophische Ethik und moraltheologische Reflexion: Johannes Buridan, Marsilius von Inghen und die Wiener Ethikkommentare -- Ein Rückblick in systematischer Perspektive: moraltheologische Ansätze in der Anfangszeit der Via moderna als Ausdruck der Suche nach dem Theologischen der Ethik.

Sommario/riassunto

Long description: Die Geschichte der Moraltheologie beschreibt das Spätmittelalter oft als dunkle Periode zwischen dem Höhepunkt der mittelalterlichen Ethik bei Thomas von Aquin und den Neuaufbrüchen der Spanischen Spätscholastik. Es erscheint als Zeit eines unfruchtbaren



Streits, den die Anhänger des „alten Weges“ (via antiqua) in der Nachfolge des Thomas von Aquin mit Vertretern des „neuen Weges“ (via moderna) ausfochten, die diese Richtung ablehnten. Diese Auseinandersetzung hatte großen Einfluss auf die philosophische Lehre an den Universitäten im deutschsprachigen Raum. Kam ihr aber auch eine theologische Dimension zu? Welche Konsequenzen hatte die Ausbildung der beiden Lager für das Selbstverständnis der Moraltheologie? Die Studie zeigt, dass theologische Streitigkeiten über das Verhältnis von Theologie und Philosophie sogar entscheidend zur Entstehung des Wegestreits beitrugen. Die via moderna hob die Eigenständigkeit der Theologie gegenüber der Philosophie hervor. Ihre Sorge vor der Fehldeutung theologischer Begriffe führte zu einer Kontrollhaltung gegenüber philosophischen Argumentationen in der Theologie. Dies wurde bis in die Debatten im Prozess gegen Jan Hus beim Konstanzer Konzil hinein spürbar. Zu solchen Extremen kam es in der Moraltheologie nicht. Dazu trug der klug ausbalancierte philosophische Kommentar zur Ethik von Johannes Buridan bei, auf den auch die Theologen der via moderna rekurrierten. So kam es, dass sich offenbarungspositivistische Positionen nicht etablierten. Vielmehr rückte die spirituelle Dimension des Handelns in den Mittelpunkt.