1.

Record Nr.

UNINA9910410649203321

Autore

Zickgraf Leila

Titolo

Igor’ Stravinskijs Theater der Zukunft : Das Choreodrama "Le Sacre du printemps" im Spiegel der 'Theaterreform um 1900' / Leila Zickgraf

Pubbl/distr/stampa

Paderborn, : Brill | Fink, 2020

ISBN

9783846764596

3846764590

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource

Disciplina

780.01

Soggetti

Choreografie

Theater

Ballett

Tanz

Marionette

Hypnose

Kontrolle

Rausch

Mechanik

Alexandre Benois

Edward Gordon Craig

Georg Fuchs

Primitivismus

Ballets Russes

Diaghilev

Strawinsky

Gesamtkunstwerk

Pétrouchka

The Rite of Spring

Theatre Reform

Dance

Music

Choreography

Ballet

Primitivism

Stravinsky

puppet

Nijinsky

mechanical



Petrushka

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Intro -- Inhalt -- Danksagung -- Vorbemerkungen -- Einleitung -- I Die Polymorphie des Sacre du printemps in Musik- und Tanzwissenschaft -- 1 Das Ballett -- 1.1 Ambiguität eines Begriffsgebrauchs -- 1.2 Igor' Stravinskijs Ballett(musik) in Musik- und Tanzwissenschaft -- 2 Der Sacre in Musik- und Tanzwissenschaft -- 2.1 Innerdisziplinäre Sacre-Diskurse der Musikwissenschaft -- 2.2 Innerdisziplinäre Sacre-Diskurse der Tanzwissenschaft -- 2.3 Der Primitivismusdiskurs als Gemeinsamkeit von musik- und tanzwissenschaftlicher Sacre-Forschung? -- II Das Gesamtkunstwerksideal der Ballets Russes und seine Bezüge zur Theaterreform -- 1 Schlüsselfiguren und -gruppierungen -- 1.1 Aleksandr Benua, Sergej Djagilev, die Nevskij Pickwickians und die Mir Iskusstva -- 1.2 Savva Mamontov, die Künstlerkolonie Abramcevo und die Moskauer Private Oper -- 2 Die ideale Kunstform Ballett -- 2.1 Benuas Einfluss auf die Ballets-Russes-Ästhetik -- 2.2 Die missglückte erste Realisierung: Stravinskijs L'Oiseau de feu -- 3 Benua, Mamontov und die Theaterreform -- 3.1 Benuas Essay „Beseda o balete" und die Rolle des Tanzes für die Theaterreform -- 3.2 Das Gesamtkunstwerk: Benuas Begriffsgebrauch und Mamontovs Ästhetik -- III Der Sacre und die Theaterreform -- 1 Der qualitative Sprung in der Konzeption des Sacre -- 1.1 Ideentransfer: Von Deutschland über Russland nach Paris -- 1.1.1 Die Kontrolle von Puppen und Publikum -- 1.1.2 Stravinskijs Pétrouchka und Craigs Reformideen -- 1.2 Georg Fuchs' Artikel Der Tanz: Ein Missing Link der Sacre-Forschung? -- 1.2.1 Fuchs' Reformforderungen und Stravinskijs Sacre -- 1.2.2 Vaclav Nižinskij, Djagilev und ihre Verbindungen zu Fuchs und Craig -- 1.3 Realisierung „Neuer (Tanz-)Formen": Die Danse sacrale als Fallbeispiel -- 1.4 Das Théâtre des Champs-Élysées als Schaubühne der Zukunft?.

2 Der Sacre als ästhetische Zäsur in der Ballets-Russes-Rezeption -- 2.1 Die Rezeption der Ballets Russes in Russland und Frankreich -- 2.2 Hypnose und Kontrolle sowie die unterschiedliche Bewertung des archaischen Sujets -- 2.3 Gemeinschaftsrausch und mechanistische Anklänge in der primitivistischen Sacre-Rezeption -- Schluss -- Anhang -- (1a) Александр Бенуа: Беседа о балете -- (1b) Alexandr Benua: Eine Unterhaltung über das Ballett -- Verzeichnis -- Quellen -- Literatur -- Multimedia -- Abbildungen -- Notenbeispiele -- Tafelteil.

Sommario/riassunto

Igor’ Stravinskijs Sacre du printemps gilt als Meilenstein der Musik- und Tanzgeschichte. Gleichwohl hat die Wissenschaft einen Schlüsselaspekt zum Verständnis des Werkes bislang übersehen: die ‚Theaterreform um 1900‘. Leila Zickgraf zeigt erstmals, dass Stravinskij mit dem Sacre sein höchst eigenes ‚Theater der Zukunft‘ verwirklichte – gemeinsam mit dem Choreografen Vaclav Nižinskij und inspiriert von Georg Fuchs sowie Edward Gordon Craig. Durch die Rhythmen seiner Komposition versetzte er nämlich Tänzer wie Publikum in einen körperlich erfahrbaren Rausch, wodurch er die Zuschauer ins Bühnengeschehen integrierte. Die Ballets Russes nahmen damals – 1913 – eine mechanistische Ästhetik vorweg, die in Musik, Tanz und



Theater merklich erst in den 1920er Jahren in Erscheinung treten sollte. Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung zwischen Tanz-, Kultur-, Theater- und Musikwissenschaft sowie seiner umfassenden, auch russischsprachigen Quellenerschließung leistet das Buch einen wichtigen Forschungsbeitrag zu einem nicht wenig untersuchten, aber – wie sich zeigt – in zentralen Aspekten noch immer ungenügend ausgeleuchteten Meisterwerk.