1.

Record Nr.

UNINA9910372823803321

Autore

Groß Matthias <p>Matthias Groß, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Leipzig und Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland </p>

Titolo

Realexperimente : Ökologische Gestaltungsprozesse in der Wissensgesellschaft / Matthias Groß, Holger Hoffmann-Riem, Wolfgang Krohn

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2015

2015, c2005

ISBN

9783839403044

3839403049

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (236)

Collana

Science Studies

Classificazione

MS 6950

Disciplina

300

Soggetti

Ökologisches Design

Nature

Transdisziplinärität

Science

Wissenschafts- und Technikforschung

Environmental Sociology

Natur

Sociology of Science

Sociology of Technology

Wissenschaft

Umweltsoziologie

Sociology

Wissenschaftssoziologie

Techniksoziologie

Soziologie

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Frontmatter    1 Inhalt    5 Danksagung    9 1. Einleitung    11 2. Experiment und Modernität    27 3. Die moderne Gesellschaft als



Experimentierraum    59 4. Rekursives Lernen in der Sackgasse: Viehzucht in der Savanne Tansanias    79 5. Heterogene Akteure und experimentelle Kooperationen: Parkgestaltung in Chicago    111 6. Vergessenes Wissen und Überraschungen: Der Sempachersee als Labor    135 7. Experimentelle Praktiken der deutschen Abfallentsorgung: Von der wilden Deponie zum Dualen System    173 8. Die Zukunft des Experiments in der Wissensgesellschaft    209 Literatur    215 Backmatter    235

Sommario/riassunto

Realexperimente tragen die Risiken der Forschung in die Gesellschaft. Gesellschaft wird damit ein Laboratorium des Wandels, in dem die Suche nach neuem Wissen und die Anwendung erprobten Wissens Hand in Hand gehen. Die Fallbeispiele in diesem Buch illustrieren, wie sich daraus rekursive Lernprozesse ergeben. Die Beispiele stammen aus drei Kontinenten und erstrecken sich von der Sanierung des Sempachersees in der Schweiz bis zum Design einer Halbinsel in Chicago. Ihre Analyse zeigt, dass sorgfältige Planung ebenso wie Offenheit für Überraschungen zu robusten Gestaltungsprozessen beitragen. Realexperimente sind daher keine minderwertige Variante des Experimentierens im Labor, sondern eine für die Wissensgesellschaft charakteristische Form der Wissenserzeugung und Zukunftsgestaltung.

»Das Experiment im wissenschafts-historischen Kontext betrachtet, fand immer unter künstlichen Bedingungen statt, idealerweise im Labor. Im wissenschaftshistorischen Teil des Buches 'Realexperimente' wird dem entgegen auf Goethe abgestellt, für den das Experiment in der Lebenswirklichkeit nach einen eigenen Gesetzen abläuft, nach Gesetzen, bei denen nicht einfach zwischen Objekt und Subjekt unterschieden werden kann. Es gibt nicht den Experimentator hier und das kontrollierbare Experiment dort.Nach dem vorliegenden Experimentalverständnis, das Goethe näher kommt als Kant, machen die Autoren ihr Konzept von Realexperimenten an ökologischen Fragestellungen fest.Manchmal ist bei einem Realexperiment aber der Ansatz schon verfehlt, weil er aus Übermut geboren wurde. Dieses Problem wird den Realexperimentator immer begleiten und für Wissenschaftler Fallstricke mit sich bringen, weil er dazu angestellt ist, nicht alles grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern im Rahmen des Experiments zu bleiben.Was aber, wenn die Weltgesellschaft ähnlich übermütig voranschreitet, aber keine Fehler mehr korrigieren kann?Nun hat sich auch in den Sozialwissenschaften herumgesprochen, daß die Moderne auch schwerwiegende Probleme mit sich bringt. Alles andere wäre eine Selbsttäuschung mehr, welcher die Autoren widerstehen wollen. Das sehr kompakt gehaltene Buch versteht sich in diesem Sinne als Beitrag zu einer 'Reflexiven Modernisierung' (U. Beck).Der Vorstoß, Goethe in die Wissenschaftstheorie stärker einzubeziehen, bleibt aber ein verdienstvoller.«

Besprochen in:Naturkonservativ heute, 6 (2006)International Sociology, 9 (2007), Thomas Cieslik

»[E]in klar gegliedertes und stringent aufgebautes Buch, das seine Stärken in der Beschreibung der Entwicklung und der Rekonstruktion einzelner Fälle dieses Modus des Experimentierens hat. Dabei werden auch die jeweiligen naturwissenschaftlichen Grundlagen verständlich dargestellt [...].«

»Das Buch erklärt, wie Wissen entsteht, genutzt und weitergegeben werden wird. Man möchte es jedem empfehlen, der sich mit der Frage beschäftigt, wie die Menschheit mit der Zukunft umgeht und lernt, Fehler nicht zu wiederholen.«

»This book is an effective advertisement for real-world experiments and offers support for new tendencies in social sciences.«

Reviewed in:International Sociology, 9 (2007), Thomas Cieslik