1.

Record Nr.

UNINA9910372811203321

Titolo

VIRUS! : Mutationen einer Metapher / Ruth Mayer, Brigitte Weingart

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2015

2015, c2004

ISBN

9783839401934

3839401933

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (318)

Collana

Cultural Studies

Soggetti

Viren

History of Science

Epidemien

Media

Ansteckung

Science

Wissenschaftsgeschichte

Media Aesthetics

Biologische Kriegsführung

Sociology of Knowledge

Computerviren

Sociology of Science

Media Studies

Medien

Wissenschaft

Medienästhetik

Wissenssoziologie

Wissenschaftssoziologie

Medienwissenschaft

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Frontmatter    1 Inhalt    5 Viren zirkulieren. Eine Einleitung    7



Vivarium des Wissens. Kleine Ontologie des Schnupfens    43 Viren, Wissenschaft und Geschichte    61 Bedrohliche Fremdkörper in der Medizingeschichte    79 Viren visualisieren: Bildgebung und Popularisierung    97 Fremdkörper/Infektionen: ›Anthrax‹ als Medienvirus    131 Soziales Fieber. Metaphern und Modelle des Gerüchts    149 Der Virus und das Virus. Vom programmierten Leben zum lebenden Programm    159 ILOVEYOU. Viren, Paranoia und die vernetzte Welt    183 »Bei Berührung Tod«. Virenthriller, Bioterrorismus und die Logik des Globalen    209 Viren als biologische Kampfmittel    231 Die globale Geschichte der Pocken. Von den Anfängen der Kolonialisierung bis heute    247 Gold und HIV in Südafrika. Die sozialen Bedingungen einer Epidemie    269 Die AIDS-Krise fängt immer noch an    285 Wo Aneignung war, soll Zueignung werden. Ansteckung, Subversion und Enteignung in der Appropriation Art    293 Zu den Herausgeberinnen, den Autorinnen und Autoren    313 Backmatter    317

Sommario/riassunto

AIDS, Ebola und abstürzende Computer; Fremdkörper, Parasiten und Sleeper; Bio- und Cyberterrorismus, Tierseuchen und zuletzt SARS: Viren zirkulieren derzeit in verschiedensten Bereichen. Dabei erweist sich die Metaphorik des Wortes als ebenso grenzgängerisch und mutierend wie die konkreten Objekte. Sie wird bemüht, um Bedrohungsszenarien und grenzsichernde Maßnahmen durchzusetzen und dient gleichzeitig als Modell für Widerstand und subversive Selbstinszenierungen. Kein Zufall, dass sich die jüngste Mediendebatte um terroristische Gewalt erneut in diesen Mustern verfangen hat. Der Band »VIRUS!« untersucht die Auswirkungen der Bilder von riskanten Kontakten, Ansteckung und Unterwanderung – nicht nur auf die Herstellung der »harten Fakten« in Naturwissenschaften und Technik, sondern auch auf die Gestaltung der globalen Weltordnung.

»Der gerade im transcript-Verlag erschieneneBand 'Virus! Mutationen einer Metapher', der von der Amerikanistin Ruth Mayer und der Kulturwissenschaftlerin Brigitte Weingart herausgegeben wurde, geht dieser Frage nach. Es ist dies der bislang erste Versuch, das wissenschaftliche Objekt Virus von dem Begriff 'Virus' klar zu unterscheiden und dessen Verwendung in verschiedenen Diskursen nachzuzeichnen.«

»In ihrem Werk untersuchen Mayer und Weingart die Möglichkeiten, in denen der Begriff Virus als Metapher bemüht wird, um Einfluss zu nehmen auf unser Weltbild, bewusst bestimmte Bedrohungsszenarien zu kreieren oder Modelle des Widerstands zu entwerfen. Welchen Platz hat der Virus in der Medizingeschichte? Wie werden Viren dargestellt und welchen Einfluss haben diese Darstellungen auf unsere Sicht der Welt? Welche Rolle spielen die Medien? Warum werden verschiedene Phänomene heutzutage wie etwa Gerüchte plötzlich als Virus umschrieben? Warum gibt es so viele Virenthriller à la 'Outbreak' und wie real ist die Gefahr des Bioterrorismus wirklich? Globalisierung- das ist auch die transnationale Verbreitung von Ideen. Wer die Komplexität der Globalisierung der Welt verstehen will, für den ist diese Betrachtung der Virusmetapher ein absolutes Muss!«

»Auch wer nicht an 'Wort-Viren' glaubt, dem wird dadurch doch klar: Das Modell des Virus als feindlicher, subversiver Schädling ist ein Konstrukt. Und es ist überholt. Jeder der das Wort 'Virus' in dieser Bedeutung verwendet, insbesondere um eine bestimmte Rhetorik der Grenzziehung zu etablieren (wie die amerikanische Regierung nach dem 11. September), agiert auf der Grundlage eines sozialen Modells, das sich scheinbar über die wissenschaftliche Beschreibung epidemischer Krankheiten legitimiert, aber in Wirklichkeit wenig mit der Seuche selbst zu tun hat. Es ist die große Leistung des Bandes, dies



aufzuzeigen.«

»Der Sammelband 'Virus!' [...] untersucht die Vielschichtigkeit dieser Metaphernbildung. Zwar liegt es nahe, auf die mediale Allgegenwart von Viren in Form eines Sammelbandes zu reagieren, doch muss man den Herausgeberinnen zu der umfassenden Zusammenstellung gratulieren. Die Beiträge nähern sich dem Thema aus der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte, der Informatik und den Kultur- und Geisteswissenschaften. Trotz dieser Interdisziplinarität sind die Texte ausnahmslos gut lesbar und bestechen durch große Anschaulichkeit.«

»[E]in anregendes Buch. Das mediale Bild der Virusgefahr, in den westlichen Gesellschaften regelmäßig und in immer schnellerer Folge aktiviert, wird in seinen vielfältigen Aspekten dargestellt.«

Besprochen in:ZDF, wissen und entdecken, 7 (2004) www.literaturkurier.de, 8 (2004)scheinschlag, 6 (2004), Marcus PeterFrankfurter Rundschau, 19.08.2004, Klaus Lüberzoll+, 36 (2020)

»Vor allem die Denker der Subversion griffen häufig auf die Figur des ›Virus‹ zurück, haben Ruth Mayer und Brigitte Weingart in dem von ihnen herausgegebenen, äußerst informativen Band [...] beschrieben. Geht es um die Stabilisierung etablierter Hierarchien oder Systemgrenzen, bietet die Virulogie ein ideales Metaphernfeld – eines, das in diesem Kontext duchaus positiv besetzt ist.«