1.

Record Nr.

UNINA9910372806803321

Titolo

Unbestimmtheitssignaturen der Technik : Eine neue Deutung der technisierten Welt / Gerhard Gamm, Andreas Hetzel

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2015

2015, c2005

ISBN

9783839403518

3839403510

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (362)

Collana

Edition panta rei

Classificazione

ZG 8640

Disciplina

620

Soggetti

Technik

Technology

Medium

Philosophy of Technology

Philosophy

Macht

Unbestimmtheit

Technikphilosophie

Philosophie

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Nota di contenuto

Frontmatter    1 Inhalt    5 Eine zeitgemäß-unzeitgemäße Philosophie der Technik    9 Unbestimmtheitssignaturen der Technik    17 »Wirkliche Virtualität« Medialitätsveränderung der Technik und der Verlust der Spuren    39 Technik und Phantasma Das Begehren des Mediums    63 Aufgeklärte Unheilsprophezeiungen Von der Ungewissheit zur Unbestimmbarkeit technischer Folgen    81 Wohin die Reise geht Zeit und Raum der Nanotechnologie    103 Technologien des Organisierens und die Krisis des Wissens    127 Kunstmaschinen Zur Mechanisierung von Kreativität    149 Das Problem des Neuen in der Technik    169 Nichtwissen im Überfluss? Einige Präzisierungsvorschläge im Hinblick auf Nichtwissen und Technik    183 Heidegger, Unbestimmtheit und »Die Matrix«    203 Verkörperte



Kognition und die Unbestimmtheit der Welt Mensch-Maschine-Beziehungen in der Neueren KI    219 Kunst aus dem Labor - im Zeitalter der Technowissenschaften    233 »Shrouded in another order of uncertainty« Unbestimmtheit in Thomas Pynchons »Gravity's Rainbow«    255 Technik als Vermittlung und Dispositiv Über die vielfältige Wirksamkeit der Maschinen    275 Lob der Praxis Praktisches Wissen im Spannungsfeld technischer und sozialer Uneindeutigkeiten    297 Netzwerke, Informationstechnologie und Macht    311 Verantwortung in vernetzten Systemen    337 Anhang: Autorinnen und Autoren    353 Backmatter    361

Sommario/riassunto

Nicht dass eine fundamentale Ungewissheit nicht immer schon zum Leben dazu gehört hätte oder eine mehr oder weniger konstante und universelle Bedingung menschlicher Existenz gewesen wäre, erscheint als Problem, sondern- dass mit der Erfahrung einer Zunahme von Unbestimmtheit auch eine mit der Gesellschaft vernetzte Tech nik davon betroffen und in den Verunsicherungsprozess einbezogen ist;- dass gesellschaftliche Freiheits- und Optionsgewinne mit nach haltigen Orientierungsverlusten Hand in Hand gehen;- dass die technowissenschaftliche Erzeugung von Wissen neuartige Zonen des Nichtwissens mit hervorbringt;- dass wir nicht wissen können, was wir eigentlich tun sollen und- dass der Umgang mit diesem Faktum die Startbedingung für eine zeitgemäß-unzeitgemäße Philosophie der Technik darstellt.Die Beiträge dieses Bandes (u.a. von Dreyfus, Dupuy, Hörning, Hubig, Nordmann und Willke) gehen nicht nur den unterschiedlichen Aspekten dieser Entwicklung nach. Sie unternehmen auch den Versuch, die sozio-technischen Bestimmungsversuche und Vereindeutigungsstrategien abzuschätzen, die in einer radikal modernen Welt durch die Aufgabe einer »Selbstfestlegung im Unbestimmten« (Luhmann) immer aufs Neue herausgefordert werden.

»Dem Band gelingt es, die erstaunliche Bandbreite des Technischen im gesellschaftlichen Leben einzufangen und Impulse zu neuem Nachdenken zu liefern. Die Multiperspektivität der Beiträge macht diese Publikation zu einem interessanten Kompendium der aktuellen Technikdebatte.Insgesamt sind die vielfältigen neuen Impulse aus unterschiedlichen Richtungen eine Stärke dieser Publikation. Der Tagungsband gibt sicher Anlass zu weitergehenden Vertiefungen und Klärungen. In diesem Sinne wirkt er als Meilenstein zu einem umfassenderen Verständnis von Technik und Gesellschaft.«

»So sehr Technologien auch auf Kontrolle und Berechenbarkeit der Welt abzielen mögen, gehen sie mit Umwägbarkeiten und Risiken, also dem Verlust von Kontrolle über die Welt einher. Die Grundidee, die alle Beiträge verbindet, ist, dass dies kein fehler im System des veruchs der technischen Weltbeherrschung ist. Vielmehr hat das Erzeugen von Sicherheit und Bestimmtheit in bestimmten Bereichen notwendig eine Zunahme von Unbestimmtheit und Verunsicherung an anderer Stelle zur Folge – und sogar das Erzeugen neuer Bereiche der Unbestimmtheit und Verunsicherung.Ziel [ist], 'eine zeitgemäß-unzeitgemäße Philosophie der Technik` [...].«

Besprochen in:Technikfolgeabschätzung – Theorie und Praxis, 8 (2006), Yannik R. Julliardsoziale technik, 3 (2006)