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Record Nr.

UNINA9910265135603321

Titolo

Rationalitäten der Gewalt : Staatliche Neuordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert / Susanne Krasmann, Jürgen Martschukat

Pubbl/distr/stampa

Bielefeld, : transcript Verlag, 2015

2015, c2007

ISBN

9783839406809

3839406803

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (293 p.)

Collana

Sozialtheorie

Classificazione

MC 6000

Disciplina

303.62

Soggetti

Gewalt

Violence

Staat

State

Gouvernementalität

Politics

Sicherheitsstaat

Cultural History

Politik

Political Theory

Kulturgeschichte

History of the 19th Century

History of the 20th Century

Politische Theorie

Geschichte des 19. Jahrhunderts

Political Science

Geschichte des 20. Jahrhunderts

Politikwissenschaft

Lingua di pubblicazione

Tedesco

Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Note generali

Description based upon print version of record.

Nota di bibliografia

Includes bibliographical references at the end of each chapters.

Nota di contenuto

Frontmatter    1 Inhalt    5 Rationalitäten der Gewalt. Staatliche Neuordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert - eine Einführung    7



Kritik, Zwang und das heilige Leben in Walter Benjamins »Zur Kritik der Gewalt«    19 Foucault in Guantánamo. Eine Archäologie des Ausnahmezustands    47 Folter im Ausnahmezustand?    75 »Nobody Was Seriously Damaged«. Die US-Armee und der Einsatz von Folter im philippinisch-amerikanischen Krieg, 1899-1902    97 Gouverneure, Gouvernementalität und Globalisierung. Zur Geschichte und Aktualität imperialer Gewalt    117 Die Repräsentation von sexualisierter und Gender-Gewalt im Krieg. Geschlechterordnung und Militärgewalt    137 Filmende Bomben. Luftkrieg und neue Bildproduktion in Harun Farockis »Erkennen und Verfolgen«    161 Homeland Security. Zu David Cronenbergs A History of Violence    179 Gewalt des Staates - Liebe zum Staat. Annäherungen an ein politisches Gefühl der Neuzeit    197 Staatsmacht ohne Grenzen? Innere Sicherheit, »Terrorismus«1-Bekämpfung und die bundesdeutsche Gesellschaft der 1970er Jahre    215 Strafgewalten und Zivilisationsentwürfe in den USA um 1900    239 Death, Denial, Discourse. Zu den Formen und Funktionen der US-amerikanischen Todesstrafe    265 Autoren und Autorinnen    287 Backmatter    291

Sommario/riassunto

Moderne Gesellschaften beruhen auf dem Selbstverständnis, Gewalt einzuhegen, zugleich sind das Recht und die Pflicht zur Gewaltanwendung Grundprinzipien moderner Staatlichkeit. Gewalt, Ordnung und Staatlichkeit sind demnach konstitutiv aufeinander bezogen, doch ihr prekäres Verhältnis erscheint zu Beginn des 21. Jahrhunderts umstrittener denn je. Konzepte wie Rettungsfolter, gerechte Kriege, Ausnahme oder Sicherheit verweisen zugleich auf neue Rationalitäten staatlicher Gewalt. Der Band bietet interdisziplinäre Perspektiven auf historische Kontinuitäten und Brüche staatlicher Neuordnungen von Gewalt in der Gegenwart.Mit Beiträgen von David Garland, Christian Geulen, Sven Kramer, Susanne Krasmann, Alf Lüdtke, Jürgen Martschukat, Andrew W. Neal, Günter Riederer, Ruth Stanley und Anja Feth, Frank Schumacher, Klaus Weinhauer sowie einen bisher im Deutschen unveröffentlichten Text von Judith Butler.

»Der Band gibt einen anregenden Überblick zum aktuellen Stand der Diskussionen über das Verhältnis von Staatlichkeit und Gewalt.«

Besprochen in:Zeitschrift für Politikwissenschaft online, 06.03.2008Traverse, 2 (2009), Yves Winter

»Dieser an Michel Foucault orientierte Zugang bietet den Vorteil, einerseits deutlich über Repressionsanalysen hinauszugehen und dabei andererseits weder materielle Verhältnisse noch neuere Diskussionen um ›epistemische Gewalt‹ [Gayatri Spivak) auszuschließen.«

»Rationalitäten der Gewalt [ist] ein insgesamt spannender, überzeugender und gelungener Band mit mitunter beeindruckenden interpretatorischen Leistungen [...].«

»Trotz des hohen Abstraktionsgrades der im Vorwort versammelten Definitionen und Erläuterungen sind die einzelnen Beiträge und Gedankengänge gut lesbar und nachvollziehbar, da es den einzelnen Autoren gelingt, ihre theoretischen Ansätze an praktischen Sachverhalten festzumachen.Gerade die verschiedenen Blickwinkel, unter denen staatliche Gewalt untersucht wird, ermöglichen dabei neue Erkenntnisse über das Verhältnis von staatlicher Ordnung und Gewalt.«

»The vast majority of articles are provocative, thoughful, and accessible to a multi-disciplinary audience, which makes this highly engaging book that is exceptionally pertinent to the comtemporary political conjuncture.«

»Die Autorinnen und Autoren tragen mit ihren Beiträgen [...] zu gegenwärtigen Auseinandersetzungen über das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit bei. Deutlich werden der Widerspruch zwischen diesen beiden Grundpfeilern westlicher Demokratien, aber auch die



voranschreitenden einschneidenden Veränderungen der Konzeptionen von Staatlichkeit und Gewalt.«

»[Es kann] insgesamt resümiert werden, dass es der Herausgeberschaft gelungen ist, die Transformationsprozesse von Staatlichkeit und die Ausbildung neuer Rationalitäten der Gewalt facettenreich einzufangen.«