1.

Record Nr.

UNINA9910163135803321

Autore

Kruse Volker

Titolo

Kriegsgesellschaftliche Moderne : Zur strukturbildenden Dynamik großer Kriege / / Volker Kruse

Pubbl/distr/stampa

Köln, : Herbert von Halem Verlag, 2015

ISBN

3-7445-0170-1

3-86496-658-2

3-86496-657-4

Edizione

[1st ed.]

Descrizione fisica

1 online resource (290 pages)

Soggetti

Drittes Reich

Erster Weltkrieg

Faschismus

Gesellschaftstypus

Gewalt

Krieg

Kriegerischer Gesellschaftstypus

Kriegsgesellschaft

Moderne

Nationalsozialismus

Soziologie des Krieges

Soziologische Theorie

Stalinismus

Strukturlogik

Weltkriege

Zweiter Weltkrieg

kriegerische Moderne

zivile Moderne

Luhmann

Niklas

Spencer

Herbert

Weber

Max

Lingua di pubblicazione

Tedesco



Formato

Materiale a stampa

Livello bibliografico

Monografia

Note generali

[1. Auflage]

Nota di bibliografia

Includes bibliographical references.

Sommario/riassunto

Anlässlich des 100. Jahrestags des Ersten Weltkriegs wurden zahlreiche historiographische Studien zum Krieg veröffentlicht, die Arbeit von Volker Kruse unternimmt nun eine soziologisch-theoretische Annäherung an das Thema. Dabei zeigt sich, dass unabhängig vom historischen Einzelzusammenhang große Kriege eine elementare strukturbildende Kraft entfalten, die sich in gleichgerichteten Entwicklungstendenzen manifestiert. So bilden sich in allen beteiligten Ländern politisch-militärische Führungseliten heraus, welche die einzelnen gesellschaftlichen Teilsysteme zentral steuern. Es kommt ungeachtet bisheriger Klassengegensätze zu patriotischen Vergemeinschaftungen, wogegen vormals wohlgelittene ethnische Minderheiten exkludiert werden, im Extremfall mit genozidalen Konsequenzen. Volker Kruse zeigt, wie stark kriegsbedingte strukturelle Dynamiken die Handlungsräume selbst diktatorischer Akteure einschränken und präformieren. Im Wirkungsbereich großer Kriege entfaltet sich eine Strukturlogik, die den in der soziologischen Theorie identifizierten Strukturlogiken moderner Gesellschaft (z. B. »funktionale Differenzierung«) entgegenläuft, weshalb von einer »kriegsgesellschaftlichen Moderne« gesprochen wird. Auch das »Dritte Reich« ist demnach keine aus der Geschichte gefallene Anomalie, sondern ein extremer Fall kriegsgesellschaftlicher Moderne. Insgesamt gesehen präsentiert diese Arbeit eine neue Sichtweise zum Zeitalter der Weltkriege und zur Moderne überhaupt.